An meine Teamchefin 1


Liebe Teamchefin, 
wir haben 10:40h und ich mache mich auf in Richtung Silvesterlauf. Wie es überhaupt zum Namen Silvesterlauf kam hat Frau Schmitt dankenswerter Weise bereits herausgearbeitet… und so kannst Du es dort nachlesen, falls es unklar sein sollte. 
Der Frankfurter Silvesterlauf ist wirklich eine Institution und ich bin ihn ja bekannterweise noch nie mitgelaufen. Wie Du auch, denke ich, es ist ein kleiner, bescheidener Volkslauf mit ein paar Hundert Teilnehmern bei angenehmen Laufwetter. Du hast Dich nicht angemeldet, weil Du Dich ja für den Gederner Neujahrslauf schonst. Aha. 
Wie ich da so im Auto sitzend auf den Zeugwart warte und der Regen bzw. Graupel auf die Frontscheibe prasselt könnte ich k….zen. Wir haben 2°C und es prasselt vom Himmel. Was soll denn das? 
Wenn überhaupt regnet es ja erst nach der Hälfte der Strecke… aber doch nicht schon Stunden vorher. Und Du stehst in Deiner warmen Küche und bereitest Nachtisch und Hauptspeisen für das Abendbuffet vor. Na super. 
Nicht, dass ich das nicht zu schätzen weiß… trotzdem ist die Vorstellung daran nicht gerade verlockend. Immerhin sitze ich hier in der Kälte. 
Der Zeugwart kommt, wir fahren los durch den Schneeregen und ich verfluche den Tag und den Lauf. Ich bin nervlich schon fix und alle und es wäre sicherlich besser, wir würden einfach umdrehen und ich laufe daheim mein 10km Ründchen. Aber nein. Angemeldet bin ich ja schon und daher kommt es selbstverständlich nicht in Frage nicht aufzutauchen. 
Immerhin gibt das auch einen Teamlauf. 
Nachdem wir mit geschätzten 400Leuten gleichzeitig zur Wintersporthalle am Frankfurter Waldstadion eintraben und unser Team auch sofort finden, hole ich meine Startnummer ab und werfe mich in die Teamkleidung. Kurz vor dem Start schieben sich hunderte Sportler zum Ausgang und in die Startaufstellung. Dieser Lauf ist riesig. Von kleinem Volkslauf kann hier gar keine Rede sein. Hier laufen extrem ambitionierte Teilnehmer in kurz/kurz. Und insgesamt sind hier nicht nur 300Läufer unterwegs. Unfassbar. 
Es gibt eine Blockabfertigung zum Start und unser Team landet irgendwo dazwischen. 
Wir laufen flott los… zu flott für meinen Kopf und dann beginnt das Drama. Na ja. Der Lauf ist nicht schön für mich… erst zu schnell, dann der Kopf und dann viel zu langsam mit dann Seitenstechen. Alles nicht so fein. 
Aber das Team bleibt zusammen. Die armen Anderen. Sie tun mir wirklich leid, denn sie machen ihr Versprechen wahr und laufen mit mir zusammen. Schön ist das sicherlich nicht. Aber es hilft mir nicht abzubrechen sondern weiterzulaufen. Auch den kleinen Miniberg laufe ich hoch. 
Am Ende des Laufes bilden wir eine Menschenkette und laufen gemeinsam ins Ziel ein. Da geht’s mir dann auch wieder recht gut. 
Du hast sicherlich mittlerweile alle Küchenvorbereitungen fertig und das Teammaskottchen ausgeführt. Der Profiathlet wird bestimmt mittlerweile ebenfalls einen kleinen Silvesterlauf absolviert haben. 
Zum Abschluß, möchte ich nicht unerwähnt lassen, dass es bei meinem Lauf permanent geregnet hat. Klar, mal mehr, mal weniger… aber trotzdem blieb der liebe Petrus konsequent. 
Wir verabschieden uns nun vom Team, wünschen allseits einen guten Rutsch und pilgern zurück zum Parkplatz. 
Daheim wird noch schnell geduscht und dann fahren wir zum oben bereits erwähnten Silvesterbuffet. Ich habe schon jetzt einen richtigen Kohldampf. 
Viele Grüße, 
Claudi
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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Ein Gedanke zu “An meine Teamchefin

  • Teamchefin

    Liebe Claudi,
    ich bin sooooooo stolz auf Dich!!! Du hast das Jahr so konsequent durchgezogen und dass bis zum letzten Tag im Jahr. Respekt!!! Hab mich mit dem Essen dafür auch angestrent und hoffe es hat geschmekt =;o)
    Liebe Grüße
    Die Teamchefin