Nicht alleine im Wald 10


Bei uns schneit es, wie überall in Deutschland, zumindest sprechen die sozialen Medien eine einheitliche Sprache. Als ich aufstehe, schneien bereits dicke Flocken, aber ich kann nicht glauben, dass tatsächlich etwas liegen bleiben wird. Aber ich lasse mich natürlich eines besseren belehren und so schaue ich nur ein paar Stunden später auf eine geschlossene Schneedecke. Das ist ja ein Ding! 
Da es immer weiter schneit, gibt es für mich heute nicht die Option Fahrrad zu fahren. Meine Brille wäre sofort beschlagen und durch die vielen Schneeflocken auch nicht sonderlich durchsichtig. Gerade wenn man beim Rad fahren etwas zügiger unterwegs ist sollte man auch alles sehen können. Also gehe ich heute laufen. Oder eher walken. Zum viel laufen reicht es sicherlich nicht, auf dem verschneiten Boden. 
Das ist aber nicht schlimm. Irgendwie geht es derzeit ja immer noch um die Bewegung an sich und darum, dass überhaupt was geht. Ich statte mich also das erste Mal in diesem Jahr absolut wintertauglich aus und schon geht’s los. Das Schneetreiben ist einfach herrlich. 
Ich laufe erst über die Felder durch richtig tiefen (10cm) Schnee und genieße, dass der bei jedem Schritt knirscht. Dann biege ich in den verschneiten Wald ab. Hier sieht’s ein bisschen aus wie im Winterwunderland. Der Schnee hat es manchmal noch nicht ganz bis an den Waldboden geschafft, weil der Wald zu dicht ist. So laufe ich abwechselnd durch Schnee und Matsch. 
Und dabei genieße ich, dass ich alleine im Wald bin. Hier ist keiner sonst um den Schnee zu genießen. 
Keiner, außer den Tieren, die hier sowieso zu Hause sind. Vor mir tritt ein Reh auf den Weg und bleibt einfach stehen. So ist das, wenn man einfach nur walkt. Man ist leise und selbst ein Reh nimmt einen nicht als Gefahr wahr. Und weil das Reh es alleine mit mir zu langweilig auf dem Weg findet, kommt ein zweites ebenfalls aus dem Unterholz und nun sind wir schon zu dritt. Sie schauen aufmerksam, aber da ich einfach nicht interessant genug bin, gehen sie auf der anderen Seite des Weges wieder in den Wald hinein. Und sind so schnell unsichtbar, wie es nur Rehe sein können. 
Ich komme auf dem schlammig-schneeigen Waldboden wirklich nur sehr schlecht voran. Aber das ist egal, weil mich das Treffen mit den beiden Rehen einfach verzaubert hat und es eben für jedes Erlebnis den richtigen Boden zu geben scheint. Man kann eben nicht alles haben. 
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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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