Matsch ist unberechenbar 2


Ein Dezember wie im Frühling, überall ist es zu lesen, und bei uns ist es auch tatsächlich so. Angenehmes Laufwetter eigentlich, wenn man es mal darauf herunterbricht. Über 10°, ein leichtes Lüftchen, weitestgehend trocken und oft sonnig. Was will der Dezemberläufer mehr? Außer natürlich Schnee, Kälte und einen Zauberwald?

Zauberwald ist diesen Dezember aus. Wurde nicht geliefert. Stand nicht auf dem Wunschzettel. Gibt es einfach nicht. Gezaubert wird im Wald eh nicht. Schon gar nicht dieses Jahr im Dezember. Der Matsch herrscht vor. Zauberei ist out. Anscheinend. Obwohl ich Zaubern prima finde. Aber das scheint hier nichts zur Sache zu tun. Gelaufen wird diesen Dezember hauptsächlich in kurzen oder dreiviertellangen Hosen und mit Trailschuhen. Ordentlich Profil unter der Sohle zu haben, ist nämlich in diesem von Matsch und Pfützen gespickten Wald nicht verkehrt.

Heute steht ein 30 Minuten Lauf auf dem Trainingsplan. Der Trainer hätte theoretisch auch zwei Stunden reinschreiben können… denn ist man einmal draußen und damit quasi auch sofort dreckig, ist es ja sowieso vorbei. Ob also 1 Minute oder viele, dreckig bin ich allemal. Heute also für 30 Minuten. Begrenztes Einsauen quasi. Ich mache das auch sofort wahr und bin kaum von der Straße abgebogen, auch schon in die erste Pfütze getreten.  Das ist ja auch kein Wunder. Die Wahl fiel zwischen Pfütze und Matsch, oder unter Wasser stehender Wiese. Bei der Pfütze weiß ich wenigstens, wie tief sie ist. Das Wasser ist so klar, dass ich den Boden sehen kann.

Der Matsch ist wirklich unberechenbar.

Also lieber die Pfütze. Und dann die Nächste und dann die Nächste. Der ganze Wald ist voller Wasser, aber den Regen habe ich anscheinend irgendwie verpaßt. Egal. Ich kann mich so kurz vor Weihnachten eben auch nicht um alles kümmern. Geschenke und Reinigung ist schon Aufgabe genug, da kann ich nicht auch noch nach dem Wetter Ausschau halten. Anscheinend klappt es heute auch nicht mit der Ausschau nach einem guten Tritt, denn ich setze mich erst mal rutschig fast auf meinen Hosenboden. Dieser Matsch ist aber auch wirklich tückisch.

Claudi gives it a TRI - Matschwald

Flott aufrappeln, Körperfunktionen testen und dann locker weiter. Sollte ja eh kein Wettrennen werden heute. Der Silvesterlauf nächste Woche zählt im Verein lediglich als Spaß-Saison-Abschluss und deshalb belasse ich es mit dem heutigen Training auch dabei. Der Trainer hat mich über die Feiertage ganz im Sinne des #train47 Projektes hauptsächlich dem Radfahren verschrieben. Und dem Athletiktraining. Zu Letzterem schrieb er „unter dem Weihnachtsbaum“… das gibt sicherlich ein interessantes Bild. Der Zeugwart wird es fotografieren.

 

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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2 Gedanken zu “Matsch ist unberechenbar

  • Andreas

    So viel Matsch wie du haben wir hier auf unseren Laufstrecken nicht, aber ich kenne das Gefühl 😉 Ja, winterlicher Zauberwald wäre wirklich schön, aber der fällt wohl erst einmal aus…