Hamburg Triathlon 2016 2


Irgendwie bin ich ja daran gewöhnt, dass es am Wochenende ähnlich früh aus den Federn geht, wie unter der Woche, trotzdem ist es manchmal schwierig. Gestern waren wir Abends noch beim Phantom und haben uns erklären lassen, dass Liebe niemals stirbt und herausgefunden, dass wir absolut keinen Musikgeschmack haben. Zumindest hat der Saal getobt, als das Musical beendet war und wir haben die Flucht ergriffen. Dabei war das Bühnenbild und die Kostüme wirklich super… aber der Musik hat der letzte Pfiff gefehlt und alles war doch etwas tragend und langatmig. Da lobe ich mir doch Musicals wie Tarzan, oder die Vampire. Aber egal. Es war nun mal Liebe stirbt nie und da Bragi uns begleitet hat, sind wir im Anschluß auch noch was zusammen essen gegangen. In der JVA direkt gegenüber. Wo wir schon mal in Hamburg sind, muß ein Treffen einfach drin sein, auch wenn ich bereits zu Beginn des Musicals tot müde war und es im Laufe des Abends selbstverständlich nicht besser wurde. Dementsprechend gut komme ich heute dann auch aus den Federn.

Vorprogrammiert

Irgendwie ist man ja immer seines eigenen Glückes Schmied und so auch in diesem Fall. Selbst schuld, wer lange aufbleiben kann, kann auch früh aufstehen, auch wenn es schwer fällt. Wir sind natürlich trotzdem heute zeitig auf den Beinen. In Hamburg ist Triathlon und einige Athleten, die wir kennen starten. Heute zum Beispiel startet die Praktikantin. Sie macht heute ihren ersten Triathlon überhaupt und selbstverständlich stehen wir an der Strecke und unterstützen. Gerade bei einer Premiere ist Unterstützung toll. Und da wir ein gutes Timing haben, treffen wir die Praktikantin auch gleich noch bei der Startnummernausgabe und wünschen ihr viel Glück. Im Nachhinein stellen wir fest, dass sie es überhaupt gar nicht nötig hat, weil sie ein geborenes Naturtalent ist und ich mir in Zukunft überlegen sollte, ob ich überhaupt noch irgendwo mitmachen kann, so schnell wie sie ist.

Fotos

Ich fröne an diesem Wochenende wieder meinem neuen zweitliebsten Hobby, wenn man den Dreichfachsport als ein Hobby betrachtet, ich fotografiere. Zahlreiche Speicherkarten und mehrere Akkuladungen werden heute durch die Lumix gejagt. So ein Sportwochenende muß schließlich auch ordentlich dokumentiert werden, und Hamburg ist für meine Kamera wirklich ein wahres Fest. Es gibt jede Menge toller Motive, die sich direkt bieten und ich muß noch nicht mal auf die Jagd gehen. Triathleten sind einfach per se schon mal fotogen, so scheint es mir. Vielleicht ist das auch mit allen Sportlern so und ich habe einfach nur keine Ahnung. Wer weiß das schon?

In Hamburg sporteln an diesem Wochenende über 10.000 Triathleten auf verschiedenen Distanzen. Die Jedermänner absolvieren 500m Schwimmen, 20km Radfahren und 5km laufen am Samstag früh, wo auch unsere Praktikantin mit von der Partie ist. Sie schwimmt wie ein Schwarmfisch und läßt die schnellen Beine vor ihr nicht entkommen, dann fährt sie wie der Teufel Rad und im Anschluß jagt sie über den Laufkurs, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Wer so in den Triathlonsport startet, der wird mal richtig groß. Für uns ist das allerdings bereits jetzt.

Samstag & Sonntag

Nach den Jedermännern machen der Zeugwart und ich die Expo unsicher. Hier gibt es zahlreiche Stände, alles ist auf dem Jungfernstieg aufgebaut, zum stöbern. Und natürlich wäre es nicht der Zeugwart, wenn wir nicht ordentlich Zeug bestaunen und sogar noch ein Schnäppchen machen würden. Nachdem wir auch noch etwas zu essen gefunden haben, beziehen wir Stellung für den Elitewettkampf. Am frühen Samstagnachmittag startet das ITU Rennen der Frauen, nach 18h sind dann die Männer dran. Selbstverständlich schauen wir uns beides an. Es ist einfach eine wunderbar kurzweilige, leicht zu verfolgende und packende Sportart. Ganz anders, als eine Langdistanz, wo sich alles eben länger hinzieht, geht’s hier ratz fatz. Die Herrschaften rennen schneller ihre 5km als ich 30m zum Bus sprinten kann und es ist einfach toll spannend zuzusehen.

Ein Hoch nicht nur auf die Sportler, die auch am Sonntag, bei der Olympischen Distanz klasse Jedermannleistung bringen und gut aktzeptieren können, dass Körbchenfahrrad neben Scheibe und Rennmaschine in der Wechselzone steht, sondern auch auf die Moderatoren. Die Eliterennen und die Jedermänner so mitreissend zu moderieren und dabei nicht aus den Augen zu verlieren, dass vielleicht auch ein paar Ahnungslose den Weg auf die Zuschauertribünen gefunden haben, klappt hier in Hamburg wirklich ganz hervorragend. Auf der olympischen Distanz haben wir gleich zwei Athleten am Start, die wir ganz gut kennen und die -ein bischen mehr noch als alle anderen eben- unsere Anfeuerung verdient haben. Jemandem dem man nicht kennt zuzurufen, es sei nicht mehr weit, ist schließlich nur halb so schön, wie es einem Freund zuzuschreiben. Die Strickliesl aus dem Trainingslager in Mallorca zeigt uns heute hier in Hamburg mal, wie sich trainingsfleiß auszahlen kann und verbessert ihre Schwimmzeit maßgeblich. Dank der langen Wege in Hamburg, verbessert sie ihre Zeit nicht ganz so heftig, wie es zu erwarten gewesen wäre, aber jetzt würden wir auch Äpfel mit Birnen vergleichen. Unser zweiter Athlet radelt und rennt in einer Staffel. Sein Schwimmer legt beachtliche 35m ohne Neo vor und so gilt es für den Erdingermann alles zu geben und ebenfalls gut abzuschneiden. Unnötig zu erwähnen, dass auch er zugerufen bekommt, dass es nicht mehr weit ist und er öfter mal lächeln könnte.

Ich genieße besonders die Team WM am Sonntag, weil sie einfach direkt vor meiner Nase statt findet, tolle Motive bietet und an Spannung kaum auszuhalten ist. Nicht auszudenken, wie es den Sportlern geht, wenn ich schon nass geschwitzt vom anfeuern, jubeln und mitfiebern bin. Der Zeugwart und ich fahren vollkommen erschöpft aber zufrieden mit ganz vielen tollen Eindrücken wieder zurück nach Hause. Hoffentlich schaffen wir es im kommenden Jahr wieder nach Hamburg! Das sollte man sich wirklich nicht entgehen lassen.

Falls Ihr selbst darüber nachdenkt mal zum Triathlon nach Hamburg zu fahren… hier habe ich ein paar meiner Aufnahmen in ein Fotoalbum gestellt. Vielleicht reichen sie um Euch anzufüttern?

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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