Marschieren im Nebel 2


Wenn der Alltag überhand gewinnt, dann paßt Bewegung oder Sport manchmal nicht so richtig rein. Zumindest ist es bei mir so. Seit dem ich wieder arbeiten gehe, fehlt mir oft die Zeit um längere Spaziergänge zu machen. Oder die Zeit ist da, aber dank Winterzeit ist es draußen stockdunkel und irgendwie wenig attraktiv noch einen Spaziergang zu machen. Ich möchte aber gerne die Kurve kriegen. Ich komme mit meiner Genesung zwar nach wie vor gut voran und habe auch bereits die ersten sportlichen Pläne ganz weit hinten in meinem Kopf, aber schnell genug geht es ja trotzdem nie.

Kurve kriegen heißt in meinem Fall also, ich möchte mehr Bewegung in meinen Alltag einbauen. Immerhin hat das ja schon mal geklappt. Vor meinem Unfall war ich praktisch täglich entweder früh vor der Arbeit, auf dem Weg zur Arbeit, in der Mittagspause oder nach Feierabend aktiv. Seit dem Unfall habe ich irgendwie weniger Kondition diesbezüglich. Ich brauche mehr Erholung und bin schneller müde. Der buchstäbliche Stecker ist wirklich ziemlich gezogen. Allerdings kommt ja keine Verbesserung, wenn man nichts dafür tut. Genauso, wie kein Job vom Himmel fällt und kein Traumprinz einfach vor der Tür steht. Außer, wenn der Zeugwart seinen Schlüssel nicht dabei hat und klingelt… dann steht natürlich einer vor der Tür. Das passiert aber extrem selten.

Heute früh beschließe ich einen Runde zu drehen. Ich kann ja nur spazieren bzw. marschieren und nicht rennen, aber Bewegung ist Bewegung. Außerdem ist zügiges marschieren auch ein gutes Training für die konditionslose, untrainierte Lunge, da muß ich mir gar keine andere Vorstellung einreden. Ich ziehe mich also heute früh gleich mal sportlich an. Allerdings etwas wärmer, als wenn es zum Lauftraining geht. Beim walken oder marschieren, wird es nicht ganz so warm, denke ich. Bei 6°C hat der Herbst fast schon winterliche Morgenzüge und so bin ich mit Handschuhen, Mütze und Jacke innerhalb von kürzester Zeit auf dem Feld und auf Betriebstemperatur.

Die Luft ist einfach herrlich. Kalt, klar und vernebelt. Hinter dem Wald geht die Sonne glutrot auf und schiebt ihre Strahlen durch den Nebel. Ich habe gar keine Sonnenbrille dabei, weil es noch vor 10 Minuten gar nicht nach Sonne ausgesehen hat. Der Wald hatte alles geschluckt. Egal. Ein bisschen Sonne passt, vor allem am frühen Morgen. Die Herbstfarben sind super und während das Dorf langsam erwacht, marschiere ich über die Felder und schaffe tatsächlich eine ganz gute Geschwindigkeit. Ein kurzer Zwischensprint tut mir allerdings ziemlich in den Rippen weh und zeigt mir, dass der Aktive mit seinen Warnungen durchaus recht behält. Für Stoßbelastung ist es noch zu früh.

Solange bleibt zügiges Marschieren für die Lunge das Training der Wahl.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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