10km über die halbe Distanz


So ein Wochenende geht irgendwie immer viel zu schnell rum. Und dafür, dass es so schnell rumgeht, habe ich auch immer noch zusätzlich viel zu viel vor. Manchmal denke ich, dass drei Tage Wochenende auch cool wären, aber sicherlich wären die drei Tage dann vollgestopft wie jetzt die zwei. Weil man immer das wünscht, was man nicht hat und das, was man hat, sieht man als normal an. Die Faustregel kann man immer anwenden. Geht immer, paßt immer.

Wenigstens einmal laufen gehen, steht auf meinem Plan für das Wochenende. Mindestens einmal. Wir haben Sonntag mittag und ich bin noch keinmal unterwegs gewesen. Also ist mindestens einmal jetzt dran. Ich möchte heute versuchen einen 10km Lauf über die halbe Distanz zu laufen. Erst kürzlich habe ich beim Tricamp Chef bei Facebook gelesen, dass er an einem Waldmarathon über die halbe Distanz teilgenommen hat und finde, jeder Lauf klingt irgendwie gleich eine Idee cooler, wenn man ihn so beschreibt. Ich will also heute die 10km über die halbe Distanz versuchen. Letztmalig habe ich das vor Wochen oder gar Monaten versucht, auf dem Weg zur Physiotherapie. Ich war etwas schneller als 1 Stunde und im Anschluß ziemlich fertig.

Mittlerweile ist meine übliche Walkingrunde 3,5km lang und ich laufe rund 30 Minuten. Heute schnappe ich mir die XCO’s und kündige die 10km über die halbe Distanz beim Zeugwart an. Der schaut mich etwas ungläubig an, denn er hat diesen Beitrag bei Facebook anscheinend nicht mitbekommen. Er möchte später selbst noch laufen gehen, also sage ich ihm, wo ich lang laufen möchte und wir verabschieden uns. Gleich während der ersten Minuten kommt ein kurzer Regenschauer runter und ich bin froh, dass der Zeugwart noch auf der Couch sitzt. Das hätte ja mal wieder prima ins Bild gepasst.

Der Weg ist gepflastert mit Pfützen und tatsächlich gibt es Leute, die stellen mitten auf dem Weg ihre Fahrräder ab um mal im Feld nach dem rechten zu schauen. Sehr interessant, weil ja so jeder Nachfolgende auf die nasse, schlammige Wiese ausweichen muß. Die Herrschaften beobachten auch das muntere Treiben der anderen Spaziergänger von ihrem Feldaussichtspunkt interessiert, rücken ihre Räder aber nicht zur Seite. Frech irgendwie, wenn jeder nur von 12h bis mittags denkt. Aber nicht zu ändern und deshalb auch kein Grund sich zu ärgern. Für mich gibt es wenigstens ein ganz nettes Fotomotiv.

Der Hin- und der Rückweg unterscheiden sich bei mir heute nur leicht und so komme ich tatsächlich auf etwas über 5km. Quasi die sprichwörtlichen 10km über die halbe Distanz wie der Tricamp Chef kürzlich so schön schrieb. Ich bin ziemlich fertig. Das Laufen mit den XCO’s ist wirklich kein Pappenstiel und jeder, der sich über Walker lustig macht, dem kann ich einen Pneumothorax, 11 Knochenbrüche und ein paar XCO’s empfehlen um es mal selbst auszuprobieren.

Daheim angekommen schlafe ich erst mal 1 Stunde auf der Couch. Es ist wie früher, nur war ich da 5 Stunden Rad fahren und hab die Pause dann gebraucht. Heute sind es 45 Minuten walken. Die Zeiten ändern sich.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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