Aufgeräumtes Rollentraining


Der letzte Freitag in diesem Jahr. Das ging ja jetzt wirklich flott. Das Wetter ist heute wieder mal vielversprechend und läßt für morgen, wenn der Frankfurter Silvesterlauf datumsentsprechend am letzten Tag im Jahr abgehalten wird, hoffen. Heute gehe ich deshalb nicht laufen. Zwei Tage hintereinander traue ich mir noch nicht zu. Ich laufe zwar logischerweise nicht beim Silvesterlauf mit, so fit bin ich noch lange nicht, immerhin geht der über 10km. Aber ich gehe, während die Vereinskollegen die 10km rennen, eben auch laufen. Da in der Kälte rumzustehen finde ich blöd, selbst eine Runde drehen finde ich eine schöne Alternative.

Heute gehe ich auf die Rolle. Erst sortiere ich einige Schubladen, weil die Jahresendstimmung mich irgendwie dazu inspiriert, dass ich, statt wie üblicherweise, nur auf und zu, auch mal genauer hinschaue. So sortiere ich längst überfällig zahlreiche Tischsets aus, die wir entweder nie benutzt oder nie mehr sauber bekommen haben und als ich den Zeugwart um einen gelben Sack bitte, fragt er besorgt, ob wir denn jetzt überhaupt noch etwas in dieser Richtung im Schrank haben. Wir haben. Ich kann ihn beruhigen. Die nächste Schublade offenbart unser Serviettensortiment, dass sich auch über etwas Zuwendung freut. Warum sind Servietten eigentlich immer so gepackt, dass eine unbrauchbare Anzahl derselben Sorte übrig bleibt? Scheint ein Wirtschaftstrick zu sein.

Ich arbeite mich so durch ein paar Schränke und Schubladen, ehe ich auf die Rolle treffe, die bereits auf mich zu warten scheint. Der Zeugwart hat mir netterweise außerdem unser Weihnachtsgeschenk heugeräumt, so dass ich auf der Rolle fahren kann und gleichzeitig wird gesaugt. Wie praktisch. Roboter können einem das Leben schon ordentlich erleichtern. Zusätzlich zur Wohnungssäuberung hat mir der Zeugwart auch die Geschichte des englischen Hauses Windsor im Fernsehen aufgenommen. Ich bin also doppelt beschäftigt.

Ablenkung ist beim Rolle fahren Gold wert. Das englische Königshaus bietet in den zusammengefassten letzten 100 Jahren, die dieser Fernsehbeitrag bearbeitet wirklich jede Menge davon. Genau das Richtige beim Rolle fahren. Ich verändere meine Position heute öfter, als beim letzten Versuch. Und zwar schon ehe ich die Belastung spüre. Ein logischer Ratschlag des Aktiven, auf den ich selbstverständlich auch selbst hätte kommen können, aber wie das immer so ist. Egal. Ich ändere auf jeden Fall meine Position und fahre kontinuierlich eine ganz ordentliche Trittfrequenz.

Vollkommen durchgeschwitzt und ziemlich fertig steige ich heute erst nach 40Minuten von der Rolle herunter. Mein Brustkorb und meine Schultern haben die Belastung ganz gut verkraftet und tun mir nicht mehr weh, als sie es immer tun. Als der Zeugwart zurück nach Hause kommt, schaut er verdutzt auf den Radcomputer und hofft, dass ich mich nicht überlastet habe. Ich schaffe es gerade noch zu essen und zu duschen und falle dann erschöpft auf die Couch. Die Steigerung war vielleicht doch etwas zu rasant? Mein Mittagsschlaf dauert heute einige Stunden und zusätzlich weiß ich bereits jetzt, dass ich früh ins Bett gehen muß.

Im Schlaf erhole ich mich wirklich gut. Ich hoffe, ich bin morgen für den Silvesterlauf fit. Es wäre wirklich schön, das Jahr sportlich abzuschließen.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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