Dem Stab ist es egal 4


Die ganze Woche war ich sportuntauglich. Mit Erkältung mache ich keinen Sport und gerade Montag und Dienstag habe ich mich auch noch richtig schlapp gefühlt. Dann ging es Donnerstag zwar wieder, aber eigentlich hatte ich noch eine etwas nasale Stimme und auf der Arbeit auch einiges Nachzuarbeiten. Also habe ich nichts riskiert. Ich war Donnerstag nicht im Reha Sport und am Freitag nicht beim Schwimmen. Der Zeugwart hat das Training für den Fremdvereinsfan übernommen und ich saß im Büro. Und dann bin ich schlagskaputt auf der Couch eingeschlafen.

Heute soll es dann aber wieder sportlich zugehen. Die Erkältung ist überwunden und Arbeit liegt auch nicht an, immerhin ist Samstag. Ich muß zwar später zur Linsenkontrolle, aber vorher schaffen wir es noch zum Therapiezentrum. Ich freue mich, dass die Erkältung rum ist und ich wieder loslegen kann. Wahrscheinlich kann ich mich vor Muskelkater morgen nicht bewegen, aber so ist das halt manchmal, wenn man sportlich ist.

Ein älteres Ehepaar bekommt heute eine Übungseinführung und so sortieren sich meine Geräte einmal anders. Ich will ja die Einführung nicht stören. Und etwas Abwechslung in die Reihenfolge zu bringen, ist sicherlich nicht verkehrt. Ich trainiere ja sowieso alles. Oberkörper, Arme, Rücken, Bauch, Beine alles ist mal dran. Und dann natürlich auch noch Beine vorne, Beine hinten, Beine innen, Beine außen, Oberschenkel, Waden, Brustmuskulatur, Schultergürtel, unterer Rücken usw. Ich trainiere also nicht nur gefühlt alle Körperteile, ich trainiere auch Einzelpartien um einem Ungleichgewicht vorzubeugen.

Wäre ich jetzt alleine sicherlich nicht so drauf gekommen. Aber deshalb gehe ich ja auch zum Spezialisten. Mein Trainingsplan im Reha Sport arbeitet so viele verschiedene Muskeln ab, dass ich mir manchmal unsicher bin, ob die auch tatsächlich alle wirklich existieren. Heute lege ich viel Gewicht auf. Ich habe mir vorgenommen den Anweisungen des Aktiven und seines Physioteams noch mehr als sonst Folge zu leisten und deshalb die Wiederholungsanzahl 15 bis 20 beim ersten Mal auf 20, beim zweiten mal auf „ich schaffe gerade noch 19“ und beim dritten mal auf „16, wenn ich jetzt noch eine 17. Wiederholung machen, breche ich zusammen“ festzulegen. Dafür brauche ich mehr Gewicht.

Nicht am Körper, sondern auf den Geräten. Also, auflegen. Gewichte verstellt man hier ganz leicht mit einem Stab. Das scheint einfach zu sein. Einfach mehr Gewicht. Dem Stab ist es egal wieviele Gewichtsblöcke über ihm angeordnet sind. Ich verstelle also Gewicht und bin mittlerweile wirklich deutlich über dem Gewicht, mit ich hier begonnen habe. An der Beinpresse schaffe ich heute 85kg und zwar 3x20mal. Das heißt also, die 85kg sind eigentlich noch zu wenig. Immerhin sollte ich auf „ich schaffe 20 auf keinen Fall mehr“ beim dritten Satz kommen.

Nächstes Mal lege ich also deutlich mehr Gewicht auf. Unglaublich.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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4 Gedanken zu “Dem Stab ist es egal

  • Helge Orlt

    Liebe Claudi,
    ui, ich denke, wenn du so weiter machst, kommst du an den Punkt wo kein weiteres Loch mehr für den Stab vorhanden ist :-))))
    Da musste dann auf lebende Gewichte umsteigen 😉
    Liebe Grüße
    Helge

  • Din

    Hi Claudi,

    wow, das ist ja ein Ding. Erst einmal Chapeau, dass du so viel Gewicht auflegen konntest und noch Luft nach oben hast. Wie war dein Sonntag dann? Das Training an sich hört sich auch extrem gut an. So eine genaue Ansprache aller Muskelpartien wäre auch genau meins. Da kann ich zum Geek werden…

    • Clauditries Autor des Beitrags

      Liebe Din,
      Muskelkater hatte ich keines… offenbar muß ich also wirklich die „Luft nach oben“ noch weiter ausreizen. So ein Rehatraining ist einfach umfangreich.
      Viele Grüße,
      Claudi