Pünktlich zum Ballett


Ich war drei Tage in Hamburg, bei einer der besten Kolleginnen, die die Welt so zu bieten hat und wir sind viel rumgelaufen. Irgendwie war das gut und anstrengend zugleich, ich habe zumindest mit Hüftstabilisationsgurt geschlafen, weil ich, wie so eine alte Frau, ein leichtes Zwicken verspürte. Ich bin so weitestgehend schmerzfrei durch Hamburg gekommen, hatte eine sehr schöne feierabendliche Fährfahrt, leckere Abendessen in Altona und im Portugiesenviertel und habe mir die Elphi angeschaut. Letztere am Abend absolut nicht sehenswert, aber egal.

Heute komme ich pünktlich zum Ballett Training zurück und fahre auch gleich hin. Schließlich habe ich letzte Woche wegen grippaler Angeschlagenheit schon den Unterricht verpasst. Ich bin auch tatsächlich pünktlich und springe in meine Trainingsklamotten. Und wirklich genau auf den Punkt bin ich angezogen und drin im Tanzsaal. Und da geht es auch gleich los.

Auf dem Boden geht es los, wie jede Woche. Wir machen uns warm, dehnen ein bischen aus und wechseln dann für gefühlt zahlreiche  Kombinationsaufgaben an die Stange. Arm hoch, Arm runter, Kopf nach rechts, Kopf nach vorne und dann natürlich noch die Beine vorwärts, rückwärts, seitwärts, ran… heute legt unsere Ballettlehrerin eine Geschwindigkeit an den Tag. Beeindruckend. Ich bin hocherfreut, weil ich tatsächlich auch mitkomme und im Takt bleibe. Unfassbar, aber Tatsache.

Beim Passé bekomme ich auch, wie seit Anbeginn des Trainings, wieder einen Wadenkrampf und dann geht es auch schon in die Mitte. Ich kann es gar nicht glauben, dass ein Passé früher kein Problem war und auch ein Beinschwung locker flockig aus der Hüfte ging. Und heute? Wadenkrämpfe. Was ein Absturz. Aber wenigstens überwinde ich den Wadenkrampf schnell, das könnte auf leichte Durchtrainiertheit schließen lassen. In der Mitte geht es gleich anstrengend weiter und heute greife ich mehr als einmal zwischendurch zur Wasserflasche.

Wir bekommen heute alle unsere Grenzen mehr als deutlich aufgezeigt. Erwachsene sind halt doch viel unflexibler als Kinder und Jugendliche. Ich fühle mich heute mehr als eingerostet.

Zum Abschluss der Ballettstunde bekomme ich noch die unschöne Nachricht, dass die Beitragsvariante, wie ich sie gewählt habe (und die überhaupt der Grund war, dass ich zum Ballett hier gekommen bin), ab sofort nicht mehr zur Verfügung steht. Ich werde meine Vorauszahlung also noch abtanzen und den Ballettunterricht danach wieder an den Nagel hängen. Schade. Ich verstehe die Entscheidung der Schule zwar, denn die meisten anderen Ballettschulen haben ein ähnliches Vertragskonzept, trotzdem schade, dass die bislang praktizierte Variante für Erwachsene nicht mehr zur Verfügung steht.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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