Ballettmusik 1


Dieser Verkehr im Rhein-Main Gebiet kann einen wirklich fertig machen. Ständig passieren schwere Unfälle und dann haben wir es hier anscheinend auch nicht so mit Rettungsgassen, so dass retten, helfen und aufräumen auch immer länger dauert, als gedacht. Diese Woche ist es besonders schlimm. Nicht nur, dass ich im Bezug auf die Weltpolitik öfter mal den Kopf schüttel und mir denke, dass ich in einem Monthy Python Film mitspiele, weil mittlerweile sogar Kühe aus Ländern verschwinden sollen. Jetzt geht’s sogar schon um so kleine Themen wie Verkehrsunfälle, bei denen ich bezüglich des Verhaltens der nicht direkt betroffenen Autofahrer aus dem Kopfschütteln nicht mehr raus komme. Im Stau bin ich immer froh, dass ich nicht der Verursacher bin. Das läßt mich ruhig bleiben.

Und Ballettmusik. Die hilft mir auch, ruhig zu bleiben. Ballettmusik, wenn es um klassisches Ballett geht, ist einfach immer schön. Vielleicht sollten das einfach mehr Autofahrer im Stau hören? Könnte sich positiv auswirken.

Mein Weg zum Ballett dauert heute länger als sonst, aber da ich nicht Teil der Unfallopfer bin, sondern nur im Stau stehe, konnte ich mich musiktechnisch auch bereits wunderbar einstimmen. Ich bin überpünktlich vor Ort, kann mich in Ruhe umziehen und dann sogar noch etwas mit der Ballettlehrerin quatschen. Wir sind heute zu dritt im Training und die zwei Mitstreiterinnen haben in ihrem Leben noch nie vorher Ballett gemacht. Sie kennen deshalb keinerlei Übungen, wissen nicht, wie es aussehen soll und haben bereits mit den Übungen an der Stange Koordinationsprobleme.

Das ist mit ein Grund, warum ich nicht extrem enttäuscht bin, dass es für mich nur noch zwei Wochen lang zum Ballett geht. Im Endeffekt gehöre ich wahrscheinlich in eine Zwischengruppe, denn wenn ein Nilpferd, wie Gloria, tanzt, dann ist es natürlich klar, dass ich nicht so wundervoll galant und leicht dahinschiede, wie eine Jugendliche. Allerdings zähle ich mich auch nicht zu den Bewegungs-Leghastenikern, die rechts von links nicht unterscheiden und die einfachsten Anweisungen nicht mit ihren Körperteilen umsetzen können.

Eine neue Übung kann ich nach kurzer Trainingszeit bereits gut umsetzen. Mein Vorteil ist einfach, dass die Übung jetzt neu ist, ich sie aber garantiert in meinen vielen Jahren Tanzerei als Kind, bereits getanzt habe. Und vielleicht erinnert sich mein Körper? Oder der ist vorgeprägt, weil ich eben bereits in frühster Jugend zahlreiche tänzerischen Verrenkungen gemacht habe. Wie auch immer, kann ich die neuen Aufgaben gut umsetzen und die anderen eben nicht. Ich mache deshalb, während unsere Lehrerin viel erklärt, die Übung einfach noch ein paar mal, und bin deshalb am Ende der Trainingsstunde so richtig fertig und ziemlich müde.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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