Der 100kg – Klacks


Ich kann mich ja nicht täglich über den schrecklichen Verkehr auslassen. Dieses ständige rumgejammer kann einem schließlich auch auf die Nerven gehen und das hier ist immerhin ein Trainingsblog. Wer im Verkehr auf der Autobahn feststeckt, der trainiert aber nicht, also gehört der Stau auch irgendwie dazu. Heute aber nicht. Heute früh passieren auf meinem Arbeitsweg im Abstand von jeweils rund 30 Minuten stetig Unfälle die dafür sorgen, dass der Stau nicht weniger, sondern sogar immer mehr wird. Das veranlasst mich dazu, zu Hause zu bleiben und von zu Hause aus zu arbeiten.

Heute bekomme ich überdurchschnittlich viel erledigt. Es ist der Wahnsinn, was die ständigen Unterbrechungen durch die Kollegen, die nur mal kurz eine Frage haben oder wirklich nur ganz kurz schnell mal etwas wissen möchten, aufhalten können. Im Büro weiß ich auf alles eine Antwort. Es ist verrückt, aber tatsächlich so. Hier daheim klingelt im Durchschnitt alle 15 Minuten das Telefon. Die Fragestunde ist deshalb drastisch verkürzt und ich kann wesentlich konzentrierter am Stück arbeiten.

Und als ich Feierabend mache, ziehe ich mir flott meine Sportklamotten an, und fahre in Rehazentrum. Da bin ich nur fünf Minuten später und kann direkt loslegen, weil rein gar nichts los ist. Keine Kranken da. Außer mir natürlich. Aber ich komme mir längst nicht so krank vor, die diejenigen, die vor mir die Geräte genutzt haben. Bei jedem Gerät stelle ich ein neues Gewicht ein, immer ist es deutlich schwerer und immer stelle ich mir vor, wie der nächste Kranke schauen wird, wenn er das Gewicht von 100kg wieder auf 30kg zurücklegen muß. Erfreulicherweise macht man das ja mit dem Justierstab, so dass keine große Kraftanstrengung notwendig ist. Aber trotzdem muß man den Stab natürlich deutlich verstellen.

Ich kann seit Dienstag das Gewicht erneut deutlich nach oben drehen. In allen Disziplinen. Das ist schon eine verrückte Sache. Entweder geht das ziemlich schnell, dass man Muskeln entwickelt, oder meine waren einfach wirklich schlappi und freuen sich regelrecht, dass sie hier gefordert werden. Egal was des Rätsels Lösung ist, ich freue mich, dass ich auf der Beinpresse mittlerweile 100km wegdrücke und auch an der Bauch- und der Rückenmaschine deutlich mehr schaffe, als ursprünglich angenommen und auch wieder mehr als Dienstag. Vielleicht wäre Bodybuilding ein guter Sport für mich und nicht Triathlon?

Egal. Die Entscheidung steht ja fest. Es gibt nichts zu rütteln und alles ist gut so, wie es ist. Und über die Gewichtssteigerung freue ich mich sehr, ein richtiger Trainingseffekt. Der Aktive hatte recht. Ich bin gespannt, wie sich die neu gewonnene Kraft und  Stabilität irgendwann  auf mein Schwimmen, Laufen und Rad fahren auswirkt. Oder ob ich es gar nicht merke. Das kann ja auch sein.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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