Therapeutische Organisation


Ich bin noch nicht wieder 100% hergestellt und weil tatsächlich noch Luft nach oben ist, arbeitet das Gesundheitsystem und natürlich mein privates Bankkonto mit Hochdruck daran, dass alles bald wieder so ist, wie vor dem Unfall. Dass dann immer noch Luft nach oben sein dürfte, ist klar, aber Ziele muß es ja schließlich auch geben. Das deutsche Gesundheitssystem ist was die vollumfassende Versorgung angeht weit vorne und wer sich kümmert bzw. kümmern kann und hinterher ist, kann tatsächlich auch was rausholen. Zumindest ist so meine bisherige Erfahrung.

Eigenleistungen stehen trotzdem hoch im Kurs, den Zuzahlungen oder nicht perfekt formulierten Verordnungen sei Dank. Zusätzlich dazu, braucht man für’s krank sein auch ordentlich Zeit. Und für’s wieder fit werden fast genauso viel. Manchmal, wenn ich danach gefragt werde, ob ich wieder Sport mache, wie früher, antworte ich, dass ich mehr trainiere als vor meinem Unfall. Mit Physiotherapie, Reha Sport, meinen Hausaufgaben, dem Schwimmtraining und den jetzt seit kurzem wieder regelmäßig statt findenden Radausfahrten komme ich auf viele Stunden Training in der Woche.

Auch wenn das Ziel etwas anders ist, als noch im letzten Jahr. Letztes Jahr um diese Zeit ging es um meinen Start beim Ironman 70.3 Kraichgau. Es ging darum im Trainingslager viele Höhenmeter zu sammeln um den Wettkampf im Kraichgau und dann im Anschluß den 70.3 in Vichy im August ordentlich und mit viel Spaß zu absolvieren. Ich habe viel trainiert und trotzdem freie Tage gehabt. Vor allem mein Kopf hatte auch mal frei. Das hat mein Kopf im Moment nicht. Im Moment dreht sich alles um’s wieder fit werden.

Die Therapietermine wollen organisiert werden, der Reha Sport wird drumrum organisiert. Habe ich die Trainingsklamotten dabei? Habe ich ein Handtuch? Ist das Schwimmzeug gepackt? Ist das Rezept kopiert? Die Zuzahlung geleistet? Hat die Krankenkasse ihre Leistung korrekt zurück erstattet, warum dauert das so lange, paßt alles für das Quartal oder eher für das nächste? Langweilig wird es nicht, so viel ist sicher.

Heute gehe ich wieder zur Physiotherapie. Es ist, wie fast schon üblich, ein schmerzhaftes und unangenehmes Unterfangen. Im Laufe des heutigen Tages werde ich sicherlich nichts mehr von oben runterholen können, so wird mein Arm und meine Schulter malträtiert. Zwischenzeitlich nimmt er mich so in die Mangel, dass ich das Gefühl habe, ich breche einfach in der Mitte durch. Tue ich aber erfreulicherweise nicht. Meine Rippen sind nur etwas verrenkt und knacken sich bedächtig in die richtige Position. Und tatsächlich findet er an meiner Halswirbelsäule auch ein paar Wirbel, die top in Schuss zu sein scheinen und mit denen er zufrieden ist.

Daran habe ich irgendwie gar nicht geglaubt heute.

 

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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