Ruhetag. Basta.


Zu jedem Trainingslager gehört auch ein Ruhetag. Heute ist es so weit. Ich kann irgendwie kaum glauben, dass ich tatsächlich schon so viel Sport gemacht haben könnte, dass es bereits Zeit für einen Ruhetag ist. Aber die Chefin und der Tonangeber sind verlässliche Trainingskenner und wissen, wie es sinnvoll ist. Ich verlasse mich voll und ganz darauf, was sie angeben. Ein Ruhetag ist dazu da, dass man schneller wird, dass man sich mal erholen kann und dass man auch kopfmäßig auf andere Gedanken kommt.

Basta

Der Zeugwart steht heute früh auf und teilt mit, dass er heute einen Nüchternlauf machen wird. Ich glaube, ich habe mich verhört. Zu einem Ruhetag gehört selbstverständlich kein Nüchternlauf dazu. Auch kein Lauf mit Essen. Es gehört gar kein Lauf zu einem Ruhetag. Überhaupt gar kein Sport. Kein Radfahren, kein Laufen, kein Schwimmen, rein gar nichts. Ruhetag. Basta. Ich werde sogar versuchen meinen in meiner Garminuhr integrierten Schrittzähler heute weit unter der Tagesempfehlung von 6.000 Schritten zu halten. Es ist schließlich Ruhetag.

Schritte

Gut, dass der Zeugwart einlenkt und auf den Nüchternlauf verzichtet. Wir bewegen uns zum Frühstück und dann weiter an den Pool auf eine Liege im Schatten. Ich lese. Den ganzen Vormittag. Herrlich. Die Hübsche will noch Wäsche waschen und ein kurzer Check beim Schrittzähler zeigt, dass ich noch Kapazitäten frei habe, um tatsächlich Dreckwäsche von oben zu holen und sie bis zur Waschküche der Finca zu tragen. Wenn ich später sowieso mal hoch ins Zimmer muß, werde ich die Wäsche gleich mit zusammenklauben. Es ist schließlich Ruhetag und jede extra Anstrengung muß vermieden werden. Dazu gehört auch Wäsche waschen bzw. extra laufen um Wäsche zu waschen.

Wahnsinn

Erfreulicherweise schaffen wir es dann aber doch die Wäsche zu waschen und sogar in der prallen Sonne zum trocknen aufzuhängen. Der absolute Wahnsinn. Und das am Ruhetag. Ich weiß gar nicht, wie mir geschieht. Um den Tag dann doch nicht komplett mit absolutem Nichtstun zu verbringen, gehen der Zeugwart, Xena und ich am späten Nachmittag zum einkaufen in den nahe gelegenen Eroski Supermarkt. Wir kaufen 100l Wasser, eine fast unzählbare Anzahl an Eiern, unheimlich viel Parmesankäse, extrem viel Schinken und kiloweise Nudeln. Wenn Triathleten ein Trainingscamp machen, ist der Essensverbrauch ordentlich. Und die Chefin ist bestimmt froh darüber, dass wir zur Abwechslung mal nicht nur essen, sondern auch selbst etwas ran karren.

Regen in Sicht

Den morgigen Plan hält der Tonangeber heute zurück. Für morgen ist Regen angekündigt, was per se eigentlich schon mal nicht möglich ist. Ich fliege ja nicht nach Mallorca, damit es regnet. Aber der Tonangeber ist sich sicher, dass es regnen wird und dann fahren wir kein Rad. Wenn es regnet, wird gelaufen. Also ich traue dem Regenfrieden da noch nicht, aber der Tonangeber ist seit Wochen auf der Insel und weiß den Wetterbericht einzuschätzen. Morgen wird es regnen, er ist sich sicher. Alles lamentieren bringt nichts und macht es vor allem auch nicht besser. Ich bin gespannt, wie das Laufen morgen klappt.

Trotz Ruhetag muß ich heute erneut früh ins Bett gehen. So ein Tag mit gutem Wetter kann ganz schön schlauchen.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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