Mallorcaeffekt in Karben 2


Gestern Abend waren wir beim Flitzer zum Best Worscht grillen und haben den schlichtweg allerbesten Blick auf die Skyline und das Gewitter genossen. Und natürlich sehr lecker gegessen. Der Flitzer ist einfach ein vorbildlicher Gastgeber und ich hatte einen mallorquinischen Mandelkuchen dabei, so dass wir ein vorzügliches Abendmahl einnehmen konnten. Und dank Trompetenkäfer, einem Toaster und der Verabredung für die heutige RTF in Karben war es ein wirklich rundrum lustiger Abend.

RTF in Karben

Dank zahlreicher Strassensperren sind der Zeugwart und ich heute dann allerdings etwas zu spät am Start der RTF. Erfreulicherweise nehmen die Mitfahrer es gelassen. Madita ist bereits mit dem Rad hergekommen, der Fremdvereinsfan ist auch noch nicht ganz Abfahrt bereit. Wir haben alle Vereinsklamotten an und fahren los. Ich brauche wieder etwas, bis ich in den Tritt komme. Den ersten Anstieg schaffe ich kaum hoch und ich biete deshalb nach knappen 15km an, dass die anderen schnellen vorfahren können und ich dann einfach etwas langsamer hinterherfahre. Aber beim besten Verein der Welt kommt das nicht in Frage. Keiner wird zurückgelassen und tatsächlich sind alle froh, dass wir etwas langsamer fahren.

Wetterau und Vogelsberg

Wir fahren wellig durch die Wetterau bis hinein in den Vogelsberg und genießen ganz tolle Ausblicke auf die Ronneburg und die bunten Felder. Der Regen der letzten Tage hat die Wälder und Wiesen in richtig sattes grün getaucht und die Rapsfelder leuchten gelb mittendrin. Ein tolles Farbenspiel, da lohnen sich Regentage richtig, wenn die Natur im Anschluß so daherkommt. Wirklich klasse. Die Gruppe fährt toll zusammen, wir sind zwar nicht gleichstark, aber der Zeugwart wartet manchmal vorne und macht noch ein Foto, während ich fluchend und nach der Hübschen zehrend die Anstiege hochfahre. Ich fahre allerdings deutlich flotter als auf Mallorca. Heute nehme ich keinen Anstieg unter 11km/h  und es sind immerhin 5% Steigungen dabei. Auf Mallorca war ich noch weit unter 10km/h und fix und fertig. Der Trainingseffekt aus dem Tricamp mit der Chefin und dem Tonangeber ist deutlich zu spüren. Im letzten Jahr ist mir das nicht so aufgefallen, weil ich schon vor dem Tricamp recht fit war.

RTF Karben

Oder unsensibel. Kann auch sein. Dieses Jahr ist mir der Trainingseffekt mehr als bewusst und natürlich finde ich es ziemlich klasse. Ich überhole sogar einen Herrn am Berg, dem ich vorher noch schnell einen Tipp zur Radeinstellung gebe. Immerhin fahre ich vorher eine Weile hinter ihm her und kann ihm deshalb sagen, dass er auf seinem Rad einfach zu hoch sitzt. Diese Hin-und Herwackelei auf dem Radsattel ist nicht sinnvoll, kostet Kraft und ist reibungsanfällig und kann schnell behoben werden.

Trainingseffekt

An der ersten Verpflegungsstelle ist viel los, ein Teilnehmer ist so groß, dass es wirkt, als würde er die ganze Zeit Höhentraining machen. Ich gehe dem Herrn gerade mal bis zum Bauchnabel. Die Fahrradindustrie muß wirklich ganze Arbeit leisten, um ihm und mir gleichermaßen ein Fahrrad auf den Leib zu schneiden. Wenn man die Unterschiede so deutlich vor Augen geführt bekommt, ist das gleich ein ganz neues Bild. Wir fahren einträchtig, verfluchen fröhlich so manchen Anstieg und haben eine wirklich sehr schöne Radausfahrt.

Radfahren

Ich komme auch gut mit der Ernährung zurecht. Es kommt wirklich darauf an, dass man genug isst und trinkt um Leistung zu bringen. Auch das habe ich auf Mallorca und mit vielen Tipps vom Zeugwart, dem Tonangeber und der Chefin gelernt und dank des mehr als anschaulichen Beispiels der Hübschen natürlich. Sich mit einer Radausfahrt gänzlich die Lichter auszuschießen bedarf keiner Wiederholung und mein Lerneffekt ist deutlich. Ich kann zwar das Timing noch verbessern, aber bin so heute schon ganz zufrieden.

Kuchenabschluß

Immerhin trainiert Madita für den Ironman und die Männer haben ihre Kondition nicht von 100 auf 0 runtergestürzt bekommen. Ich bin zwar ein Bremser, aber nicht ganz so heftig, denn etwas langsamer heißt am Ende unserer Tour dann, dass wir fast einen 25er Schnitt hatten. Der Fremdvereinsfan, der Zeugwart und ich essen noch das obligatorische Stück Kuchen am Ende der RTF, ehe sich unsere Wege trennen.

Als ich die Eckdaten der Tour in meinen Garmin Aufzeichnungen prüfe, bin ich erstaunt, dass meine Höchstgeschwindigkeit mit 80km/h angegeben wurde. Offensichtlich ist der Edge 820 hier kaputt oder hat eine 0 dazugepackt? Oder er ist bei 80km/h abgeriegelt, weil ich in Wahrheit natürlich viel viel schneller war? Ich werde mit Garmin diesbezüglich Kontakt aufnehmen und den Kauf den Edge 1.000 in Betracht ziehen. So eine Datenaufzeichnung ist ja sinnfrei, wenn man sich nicht drauf verlassen kann. 😉 Denn gerade die Höchstgeschwindigkeit ist ja eine wichtige Angabe.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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2 Gedanken zu “Mallorcaeffekt in Karben

  • Helge Orlt

    Liebe Claudi,
    wäre ja auch traurig, wenn man keinen Effekt vom Trainingslager hätte, oder? Dann würde sich das ja gar nicht lohnen :-)))
    Ich bin übrigens manchmal ganz erstaunt, mit welcher Sattelhöhe manche Leute durch die Gegend fahren. Da tut mir alles schon beim Zuschauen weh.
    Hoffen wir mal, das sich der Herr deiner Tipps annimmt 🙂
    Und zu den Aufzeichnungen deiner Garmin sag ich nur: die lügen alle, die Geräte. Alle, wirklich alle :-))))
    Liebe Grüße
    Helge

    • Clauditries Autor des Beitrags

      Liebe Helge,
      mit der Chefin und dem Tonangeber würde sich tatsächlich jeder Aufenthalt lohnen, auch wenn ich keinen Trainingseffekt hätte… 😉 ich hoffe, mein Garmin lügt nur bei der Höchstgeschwindigkeit. Alles andere finde ich ziemlich gut. He he.
      Viele Grüße,
      Claudi