Der Erfolg der Anderen


Meine Schulter tut mir weh. Das ist irgendwie fast normal, aber manchmal nervt es eben doch. Ich nehme übrigens keine Schmerzmittel, zumindest nicht mehr wegen der Unfallthemen. Wenn ich mal Kopfschmerzen habe, dann natürlich schon, aber den Unfall versuche ich ohne Schmerzmittel heilen zu lassen. Ist mir so irgendwie lieber. Heute gehen wir zum schwimmen und ich bin mir nicht sicher, ob das mit der schmerzenden Schulter was wird. Aber wenn ich nicht hingehe, weiß ich es ja auch nicht, denn man bereut ja meistens mehr, was man nicht gemacht hat, als das, was man gemacht hat.

Der Zeugwart und ich schauen auf dem Weg zum Schwimmbad noch ein paar verrückten Autofahrern zu und sind froh, dass wir, selbst wenn wir zu spät dran sind, gelernt haben, das einfach zu akzeptieren und nicht mit aggressivem Verhalten andere zu nerven. Aber andere müssen das entweder noch lernen, oder haben sich für einen anderen Weg entschieden. Steht ja jedem frei. Wir kommen erfreulicherweise unverletzt an und freuen uns die anderen zu sehen.

Umziehen, Sprüche klopfen und über die vergangene RTF vom Sonntag quatschen geht ratz fatz, dann sind wir auch schon auf dem Weg ins Wasser. Wie schon letzte Woche eröffnet der Fremdvereinsfan unser heutiges Training mit einem Sprung vom Dreier. Und wir sind natürlich beeindruckt. Und das nicht nur einfach so. Ich würde da nämlich nicht runterspringen, soviel ist sicher.

Und hochklettern um dann umzudrehen ist auch uncool.

Der Zeugwart hat heute mehrere Schwimmwillige auf seiner Bahn. Der Fremdvereinsfan ist mittlerweile fast schon im Fortgeschrittenenprogramm und trainiert seinen Beinschlag. Alice und Lisabet arbeiten an der Wasserlage. Die Mädels haben ihre Bauch- und Rückenmuskulatur nicht sonderlich gut im Griff, so dass die Beine nicht hoch genug kommen. Der Zeugwart hat dafür die passenden Übungen am Start und schickt die Ladies Bahn über Bahn zum üben.

Der Fremdvereinsfan trainiert heute viel mit Flossen und weil ich das beim ersten Mal nicht merke, bin ich über seine Geschwindigkeit sehr positiv überrascht. Ich bin nur knapp eine meiner Armlängen vorne, wenn wir anschlagen. Unfassbar. Das ist ein solch großer Erfolg, echt klasse. Nicht, dass ich das Maß aller Dinge bin, aber ich kann gut beurteilen, wie schneller oder langsam er im Vergleich ist.

Ich mache einige Übungen zur Wasserlage mit, schaden tut das sicherlich nichts. Manchmal muß man auch genießen können und sich an Kleinigkeiten erfreuen. So bin ich mit vollem Eifer dabei, als Madita und der Fremdvereinsfan eine Bahn um die Wette schwimmen und freue mich wie ein Keks, dass er dabei gut mit dabei ist. Wahnsinn, seine Leistung. Jetzt habe ich mich so gefreut, dass ich ins warme Therapiebecken steige und die müden Muskeln noch etwas lockere.

Die Dusche ist nach wie vor mit am Besten beim schwimmen und heute genieße ich sie ganz besonders. Irgendwie ist das Wasser nasser als sonst und ich stehe in einem riesigen Schaumberg. Bis ich den abgeduscht habe, riecht die komplette Damendusche herrlich nach Himbeere, weil sich mein Duschgel wirklich alle Mühe gibt.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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