Treffsicherheit


Nachdem es der Aktive in der letzten Woche tatsächlich fertig gebracht hat ein ganzes Jahr älter zu werden um mich nicht persönlich zu behandeln, ist er heute wieder im Activano und freut sich auf das Wiedersehen. Wir sehen uns immer gleich morgens. So entkomme ich dem montaglichen Berufsverkehr, der im Rhein-Main-Gebiet kathastrophal ist, und setze mich erst nach 9h auf die Autobahn. Das kann trotzdem stauanfällig sein, meistens klappt es aber ganz gut und alle Unfälle wurden bereits geräumt und die meisten Autofahrer sind auch längst im Büro. Wirklich krass, was es täglich so für Zusammenstöße im Straßenverkehr gibt. Und das nur auf meinen 50km zur Arbeit.

Der heutige Termin ist der Vorletzte, ehe ich mich beim Schulter- und Kniespezialisten vorstelle, und wir ggf. über neue Möglichkeiten nachdenken können/ dürfen/ müssen. Das nahe Ende unserer aktuellen Rezeptbeziehung läßt den Aktiven allerdings keineswegs melancholisch werden. Er weiß, dass ich trotzdem regelmäßig da bin, denn der Rehasport macht sich ja nicht von alleine. Ich muß schon mit Anwesenheit glänzen. Und, je nach Uhrzeit, läuft mir manchmal der Aktive über den Weg.

Rehazentrum

Ich schildere ihm gleich zu Beginn die aktuellen Fortschritte und Problematiken, wobei heute der Fortschritt klar überwiegt. Das ist nicht immer so. Aber heute, bzw. in den letzten Tagen, kann ich mal wieder ganz gut ernten, was ich mit dem Rehasport so am säen bin. Wie es in den Wald hineinschallt, so schallt es eben oft auch heraus und da das in jeder Hinsicht zählt, ist das für Fortschritte klasse. Je besser und regelmäßiger ich den Rehasport mache, desto besser fühle ich mich auch.

Nur der Aktive findet natürlich sofort eine Stelle, die mir nach wie vor Schmerzen bereitet. Das war ja irgendwie klar. Unfassbar. Da ist man mal gut dabei und voller Enthusiasmus und tatsächlich greift er einmal beherzt zu und zack, blitzt der Schmerz durch meinen Körper. Die Schmerzsensorik, die er anwendet um mich zusammenzucken zu lassen, funktioniert einwandfrei. Ein Griff und schon gewonnen. Ich empfehle ihm heute unbedingt Lotto zu spielen. Bei der Trefferquote sollte ihm ein Gewinn in großer Höhe sicher sein. Er ist aber nicht wirklich interessiert. Wahrscheinlich ahnt er, dass ich nur versuche ihn abzulenken. Aber nicht mit dem Aktiven, der schafft es gut, sich zu unterhalten und gleichzeitig genau die schmerzende Stelle zu behandeln, so dass es mir im Anschluß deutlich besser geht.

Ich weiß aber bereits jetzt, dass ich heute den ganzen Tag an ihn denken werde. Vielleicht ist das auch sein Trick? Wer weiß das schon bei den Männern… 😉

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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