Geprüftes Laktat 2


Eine Leistungsdiagnostik braucht man immer dann, wenn man mal wissen möchte, wo man steht. Natürlich nur als Athlet. Ich habe in den letzten Jahren immer mal eine gemacht  um das Training für einen anstehenden Wettkampf besser ausrichten zu können. Heute mache ich eine, um ein bischen besser einschätzen zu können, wie der Stand nach der vielen Reha ist. Obwohl die gefühlt noch andauert, bin ich aber mittlerweile schon viel zu fit für die Reha im Therapiezentrum. Der Trainingsplan sieht also mittlerweile eigentlich ein normales Krafttraining vor.

Heute stelle ich mich also dem Aktiven und seinem Laufband und wir schauen mal, was die Laktatwerte so hergeben und in welchen Höhen der Puls so rumschlägt. Ich denke, er wird bereits nach kürzester Zeit durch die Decke unterwegs sein, aber wer weiß das schon vorher? Der Puls ist immer unberechenbar, bei mir zumindest. Als erstes erhitzt der Aktive mein Ohr auf eine wirklich unangenehme Temperatur. Die Wärmesalbe, die er benutzt gibt wirklich alles.

Der Aktive prüft das Laktat im Blut bevor es nennenswert los geht und stellt fest, dass ich mich an seine Anweisung auf Sport zu verzichten gehalten habe. Mein Körper beginnt mit praktisch gar keinem Laktat. Das werde ich natürlich ändern und zwar in deutlich absehbarer Zeit hier auf dem Laufband. Der Aktive warnt mich vor, dass seine üblicherweise angewandte Zärtlichkeit während des Blutzapfens am Ohr durchaus in den Hintergrund rücken könnte und ich bereue bereits, dass ich hergekommen bin. Allerdings hatte ich auch noch nie Probleme, dass mein Ohr keinen Blutstropfen rausrücken wollte, so dass ich mich gleich wieder entspannen kann. Und dass der Aktive jemals wirklich zärtlich gewesen ist, kann ich auch eh nicht bestätigen.

Wir beginnen mit walken und dann erlaufe ich meine Schwellen innerhalb kürzester Zeit. Ich bin kaum 25 Minuten auf dem Laufband, dann hat der Aktive die Werte, die er benötigt, um mir zu sagen, dass ich derzeit nicht besonders gut trainiert bin und mein Fettstoffwechsel Training gebrauchen kann. Im Grunde genommen, war mir das auch vorher klar. Jetzt aber haben wir mit Hilfe des Laktat Wertes in Erfahrung gebracht, wie genau ich dran arbeiten kann. Gezielt verbessern ist mir irgendwie lieber, als rumhampeln und warten, dass etwas Gutes passiert.

Er sagt noch voraus, dass ich morgen schwere Beine haben werde und dass die Auswertung kurzfristig in meinem Email Postfach landen wird. Beides klingt vielversprechend, obwohl ich an die schweren Beine nicht so recht glaube. So lange war es ja jetzt auch nicht anstrengend. Aber wir werden sehen. Morgen haben wir in Hessen eh Feiertag, so dass ich mich im Ernstfall auch schonen kann. Obwohl das bei dem angesagten Wetter unverzeihlich wäre.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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