Korallenblitz und Schietwetter


Wieder mal eine Ironman Woche. Diesmal für Hamburg. Da findet am Sonntag eine Ironman Premiere statt und obwohl der Zeugwart und ich zum anfeuern hin fahren, ist es doch etwas anderes, als die Ironman Woche in Frankfurt. Wahrscheinlich, weil wir erst am Donnerstag nach Hamburg fahren und die Woche damit bereits voll begonnen hat, bis wir ankommen. Zusätzlich gibt es kein Night Run oder Irongirl Spektakel, das uns als Zuschauer zusätzlich beschäftigen würde.

Es gibt allerdings eine Expo von beeindruckender Größe, bei der der Zeugwart allerdings keine nennenswerten Neuerungen entdeckt. Da wir gerade vor 6 Wochen in Frankfurt auf der Expo waren und vor vier Wochen die Hamburg Triathlon Expo unsicher machen konnten, wundert mich das nicht. Als wir am Donnerstag das erste Mal drüber spazieren, sind die Aussteller auch noch mehr mit dem Aufbau, als mit der Kontaktaufnahme mit potentiellen Interessenten beschäftigt.

Heute regnet es den ganzen Tag. Typisch Hamburg eben, so denke ich es mir schon gleich beim Frühstück, als ich auf einen grauen Himmel und durch eine nasse Fensterscheibe blicke. Immerhin hat das Hotel an das Fenster, dass teilweise aus Milchglas besteht, „Prizeotel präsentiert Hamburger Schietwetter“ dran geschrieben. Irgendwie auch wieder cool.

Das Regenwetter gehört zu Hamburg dazu, finde ich. Es lohnt sich also gar nicht, sich darüber zu wundern oder zu ärgern. Wer was gegen Regen hat, sollte Hamburg in seinem Reiseplan aussparen. Wir haben auch oft Glück mit dem Wetter, aber sind trotzdem immer auf Regen vorbereitet. Norddeutschland hat diesbezüglich seinen ganz eigenen Charme. Wenn es zu heiß wäre, wäre es uns ja auch nicht recht, so passt es also.

Nachdem wir uns das Runners Point Outlet angesehen und im Görtz Outlet ein Arbeitspumps-Schuh-Schnäppchen gemacht haben, spazieren wir voller Elan in den Asicsshop. Hier hat Sarabi während des Hamburg Triathlons im Juli schon ihre Laufschuhe gekauft und ist mit denen seit ein paar Wochen auch gut dabei. Und was für eine Ironman Athletin gut ist, kann für mich und meine 20 Minuten schmerzfreies laufen ja nicht schlecht sein, denke ich mir so. Also geht’s direkt in den Asics Flagship Laden und zum Verkäufer, der uns bzw. Sarabi bereits vor vier Wochen gut beraten hat.

Er kann sich erinnern. Das ist ja witzig. Wir haben anscheinend nachhaltig Eindruck gemacht? Offensichtlich. Er erinnert sich an ihren großen Plan dieses Wochenende beim ersten Ironman in Hamburg an den Start zu gehen und läßt ihr viel Erfolg ausrichten. Glück braucht sie nicht, sie hat super trainiert und eine tolle Trainerin an ihrer Seite. Ich durchlaufe eine ähnliche Auswertungs- und Testprozedur, wie Sarabi im Juli.

Laufschuhe

Und tatsächlich findet der Asics Mann für mich einen Laufschuh, der mich die Beine werfen lässt, als wenn es kein Morgen gäbe. Wer hätte das gedacht? Der Zeugwart und ich auf alle Fälle mal nicht. Ich laufe ja sonst eher so den Schluri Laufstil und hebe kaum die Füße, aber dieses korallefarbene Modell ist regelrecht beflügelnd. Gefühlt wiegt der Schuh rein gar nichts und an den Aufnahmen, die hier von den Kameras gemacht werden, sieht man den veränderten Kniehub und damit auch den neu gewonnenen Schwung ganz deutlich. Also deutlicher geht es wirklich nicht.

Asics Flagship

Im Vergleich zum deutlich teureren Kayano, laufe ich hiermit richtig rund und dynamisch. Unfassbar. Wie Zauberei. Ich kann zwischen einigen Farbvarianten auswählen und nehme dann wirklich Koralle. Das ist im entferntesten noch Orange und passt zum Wettkampfoutfit, falls ich irgendwann mal wieder einen Wettkampf mache. Und wenn nicht, dann ist es leuchtend und ich werde beim anstehenden Lauftraining im Herbst wenigstens ordentlich gesehen. Nachdem wir den Schuh auch bezahlt haben, marschieren wir im strömenden Hamburger Regen zur Wettkampfbesprechung, die auf dem Rathausmarkt statt findet.

Das Knistern der Vorfreude ist deutlich wahrzunehmen. Nicht nur auf der Wettkampfbesprechung sondern auch bei unserer abendlichen Tricamp Pastaparty. Athleten und Begleiter beide gleichermaßen aufgeregt, ob alles gut geht, ob die Vorbereitung ausreicht und ob die Stimme zum anfeuern gut genug geschmiert ist. Wir verabreden uns für den morgigen Samstag an der Wechselzone, weil wir die Athleten natürlich bei ihrem Weg komplett begleiten möchten. Dazu gehört auch der Rad Check-in.

Ich bin ordentlich aufgeregt, obwohl ich wirklich rein gar nichts leisten muß. Aber ich weiß, dass meine Ausdauer nach wie vor nicht die Beste ist und hoffe einfach, dass ich den langen Sonntag, der nur noch zwei vorbereitende Nächte entfernt ist, gut durchhalte.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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