Stecker gezogen


Schon am Samstag, nachdem wir wieder zu Hause waren, war ich total müde und auch heute merke ich die Anstrengung vom Wettkampftag immer noch deutlich. Das Wesentliche, die fehlende Kondition, ist überdeutlich wahrzunehmen. Zusätzlich dazu, dass mir oft einfach die Puste fehlt, habe ich heute auch noch Muskelkater vom Feinsten. Und weil das ja noch nicht alles ist, gehe ich auch gleich jetzt mal wieder zur Physiotherapie. Als der Zeugwart mich daheim verabschiedet, stellt er gleich fest, dass das heute mal wieder ein besonders harter Tag für mich ist.  Die letzten Physiotherapieeinheiten waren nie angenehm. Ich glaube, die letzten Züge sind immer besonders schmerzhaft. Zumindest erkläre ich mir das so, weil es anders für mich keinen Sinn macht. Viele verstehen das und der Spruch, „die letzten 10%“ scheint hier in aller Munde.

An Beratern und Menschen, die das alles schon mal gemacht haben, oder wissen, wie es ist, weil jemand, den sie mal gekannt haben mal jemand kannte, der auch schon mal sowas hatte, mangelt es mir nicht. Ich weiß also schon vorher, dass es heute schmerzhaft wird und anstrengend und dass ich mir später denken werde, dass ich lieber gar nicht erst hergefahren wäre. Aber das hilft nichts, natürlich nehme ich meinen Termin wahr. Auch wenn es schmerzen wird, so hilft das ganz sicher, damit bald alles wieder gut ist.

Beim Schwimmen habe ich mir anscheinend wieder einige Rippen ausgerenkt. Das klingt schlimmer, als es wirklich ist, aber das Zurechtrenken klingt dann tatsächlich extrem gruselig. Ich kann das Gefühl gar nicht richtig beschreiben, wenn was eingerenkt wird. Weh tut es nicht. Zumindest nicht in den Gliedmaßen. Es tut weh im Ohr und im Kopf, weil das Geräusch ein so schreckliches ist, dass es mir Gänsehaut verursacht. Und selbst, wenn ich mir die Ohren zuhalten würde, so spüre ich das Geräusch. Wie früher den Bass in der Disco. Es ist wirklich schwer zu beschreiben.

Als ich heute nach einer gefühlten Ewigkeit das Activano verlasse, fühle ich mich besser, aber total ausgelaugt. Die Physiotherapie war so anstrengend, wie der Schlangentriathlon. Zumindest fühle ich mich gerade so. Und das, wo ich jetzt zur Arbeit fahren muß und auch noch einen anstrengenden Tag vor mir habe.

Meine Muskeln schmerzen den ganzen Tag. Und nach ein paar Stunden kann ich auch schon gar nicht mehr sagen, ob es Muskelkater oder die Physiotherapie ist. Auf der Arbeit habe ich erfreulicherweise so viel zu tun, dass ich das Zwicken und Zwacken vergesse und später daheim falle ich sofort ins Bett. Unfassbar.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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