Nebelfeucht


Jetzt haben wir tatsächlich schon September und die Nebelfelder am Morgen machen dem Altweibersommer wirklich alle Ehre. Ist das jetzt Herbst? Ich habe den Sommer verpasst, obwohl der Zeugwart mir schon mehrfach gesagt hat, dass er da gewesen ist und ich den sehr wohl mitbekommen hätte. Aber irgendwie ist mir noch nicht nach Herbst. Wie doof.

Wir wollen heute Fahrrad fahren. Im Verein finden sich tatsächlich ein paar Mitfahrer und weil wir uns kürzlich, passend zu unserem Randa Erlebnis auf Mallorca im Angebot mit Movistarklamotten eingedeckt haben, führen wir die heute gleich mal aus. Die Armlinge erschienen mir beim Einkauf etwas dick, weil gefüttert, aber für heute früh habe ich mit denen ein gutes Gefühl. Bei 11°C, Nebel und vielen Wolken, würde ich nicht mit dünneren Armlingen unterwegs sein wollen.

Ein Windstoppershirt drunter und dicke Beinlinge unter die kurze Hose und schon sind die Movistars auch für kühlere Temperaturen geeignet. In wie weit ich da noch wintertaugliches drunter bekomme, weiß ich zwar noch nicht, aber darum kann ich mich ja dann im Winter kümmern. Und bis zum Winter wird es hoffentlich noch ein bisschen dauern. Obwohl der Herbst für mich ja jetzt auch recht überraschend kam.

Wir sind überpünktlich am Treffpunkt, drehen noch eine Ehrenrunde und fahre dann, als alle versammelt sind gemeinsam weiter. Obwohl wir kurz überlegen, ob wir nicht alle am Besten wieder heim fahren und einfach nur behaupten, dass wir Rad gefahren sind… es ist kalt und die Nebelluft ist so feucht, dass wir kurzzeitig den Eindruck haben, dass es regnet und wirklich hell ist es auch bislang nicht. Wir kommen uns vor, wie im November, wo wir uns extra spät treffen, damit es nicht ganz so kalt ist. Und doch haben wir Anfang September.

Weihnachtsmarktwetter. Wir fahren dann natürlich doch gemeinsam los. Jetzt, wo wir quasi schon mal da sind. Und die Movistar Klamotten können ja ruhig nebelfeucht werden. Gewaschen werden sie später ja eh. Wir fahren durch das Rhein-Main-Gebiet, immer weiter weg von der Weltkriegsbombe, die heute in der Frankfurter Innenstadt entschärft werden soll. Wenn die explodiert, dann würden wir das bestimmt auch noch bis hier her hören, so gewaltig ist dann der Knall und natürlich auch der Schaden. Ich hoffe sehr, dass die zwei Feuerwerker, die ich heute früh im Hessenfernsehen gesehen habe, heute ihren Job gut machen. Und sicher bleiben.

Je weiter wir von der Großstadt wegfahren, desto mehr Nebel zieht auf. Auf den Feldern ist es im Nebel richtig warm und teilweise müssen wir aufpassen, dass wir nicht ganz so weit auseinander triften, weil der Nebel so dicht ist. Ist es wirklich schon wieder Zeit die Nebellampen beim Auto anzuschalten? Die Luft ist regelrecht feucht, durch die wir durchfahren und so arbeiten wir uns zu fünft über ein paar kleine Hügel und dann nach einer schönen Runde, wieder zurück in Richtung Weltkriegsbombenfund.

Der Zeugwart wirft mir die Wahl zwischen einer Heimfahrt über die Brücke oder an der Müllverbrennung entlang zu und weil der Rest unserer illustren Runde über die Müllverbrennung gen Heimat fahren wird, entscheide ich mich auch spontan dazu. Die Müllverbrennung ist einfach ein zu großes Lockmittel… wir fahren also noch ein gutes Stück gemeinsam und trennen uns erst, nachdem sich schon die ersten Sonnenstrahlen langsam aber stetig durch den Nebel arbeiten. Und bis wir dann zu Hause sind, ist es richtig sonnig und von Nebel oder der morgendlichen Kälte fehlt tatsächlich jede Spur.

Unsere restliche Tagesplanung ist für uns recht sonntagsuntypisch. Wir fahren in die Stadt zum Football und schauen den Frankfurt Universe beim siegen zu. Das Spiel gegen die Münchner ist kurzweilig und auch beim Football kann man ordentlich anfeuern. Die Stimmung im Stadion ist grandios und so ein Burger schmeckt gleich zweimal so gut, wenn man ein paar Radkilometer in den Knochen hat. Zumindest finde ich, dass das so ist.

Football

Als wir nach dem Spiel daheim ankommen, bin ich allerdings heilfroh, dass nicht noch mehr ansteht. Ich schlafe auf der Couch praktisch sofort ein. Erst dachte ich schon hocherfreut, dass die Kondition ja mittlerweile doch schon wieder ganz gut ist. Aber als der Zeugwart mich nach Stunden von der Couch ins Bett bringt, wissen wir Beide, dass es bis dahin noch ein ziemlich weiter weg ist. Bis zur guten Kondition, nicht bis ins Bett. Natürlich.

 

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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