„and now faster“


Mittlerweile bin ich schon fast eine richtige Zumba Tänzerin. Ob ich Zumba allerdings wirklich zum tanzen dazuzähle, muß ich mir noch überlegen, aber während ich überlege, kann ich ja auf jeden Fall erst mal mitmachen. Hier im Urlaub gibt es jeden Tag um 16h Zumba. Entweder im klimatisierten Fitnessstudio oder im nicht klimatisierten Außenbereich, der allerdings um diese Tageszeit herrlich durch Palmen beschattet wird.

Zumba gibt es bei drei verschiedenen Tanzlehrerinnen. Alle drei haben Rhythmus im Blut und Leidenschaft in der Seele. Hingebungsvoll bringen sie auch den unsportlichsten Urlaubern ihre Liebe zur Musik und zum Fitness rüber und schaffen es tatsächlich, dass auch ich regelmäßig in Erscheinung trete. Anfangs komme ich noch in meinen Laufschuhen, später greife ich dann aber zu meinen Salomon Relaxschuhen, weil ich die Tanzschritte, oder was man beim Zumba eben Tanzschritte nennt, damit einfach besser hinbekomme.

Zumba

Grundsätzlich soll es denke ich einfach geschmeidig und galant aussehen, wenn man Zumba macht. Zumindest ist das bei den Vortänzerinnen so. Mit keinem Gramm Fett am Körper und einer Kondition, dass sich selbst der durchtrainierteste Athlet, der mir spontan in den Sinn kommt, eine Scheibe abschneiden könnte, ist es wahrscheinlich auch eine Idee leichter hier rumzutanzen? Ich möchte meinen, ich kann auch geschmeidig und galant, immerhin habe ich jahrelang Ballett gemacht und zuletzt gerade erst vor ein paar Monaten. Allerdings ist das bei Zumba doch noch etwas anderes. Balletterfahrung zählt nicht.

Tanzen

Oder zumindest nicht so, dass sie etwas verändern würde. Unter den Palmen gibt es keinen Spiegel, so dass ich mich nicht sehen kann. Da ich aber weiß, wie ich aussehe, muß ich das auch gar nicht. Ich weiß per se, dass bei mir während der Zumbastunde rein gar nichts galant aussieht. Aber es ist mir tatsächlich egal. Die Damen sind meist Kummer gewöhnt hier, soviel ist sicher. Ich bin sicherlich weit entfernt davon die unsportlichste während dieser Urlaubssaison zu sein und zusätzlich bin ich ja nur zwei Wochen da. Es gibt also genügend Möglichkeiten, sich von meiner Teilnahme zu erholen.

Club Med Cancun

Wenn das nötig wäre. Beim Zumba gibt es so schnelle, verschiedene Bewegungsabfolgen, dass ich bei einigen wirklich froh bin, wenn ich entweder den Beinpart oder den Armpart richtig mache. Manchmal verhasple ich mich total und lasse dann doch die Arme weg. Die Rumhüpferei ist teilweise so schnell und mit so vielen vorwärts, rückwärts, ran Schritten, dass ich oftmals sogar in Frage stelle, ob das überhaupt jemand Normales leisten kann. Also ob die Übungsabfolge überhaupt von normalen Menschen, die keine Zumba- oder Fitnessinstruktoren sind, durchzuführen sind?

Durcheinander

Wir springen und hüpfen was der Takt hergibt und immer genau dann, wenn ich das Gefühl habe, dass ich der Sache jetzt gut folgen kann, weil ich die Bewegungsabfolge verstanden habe und nachhüpfen kann, immer genau dann, ändert sie sich. Natürlich. Das wäre ja gelacht, wenn es nicht so wäre. Bis mein Urlaubshirn das allerdings bemerkt, hüpfe ich immer erst mal noch mindestens einen Takt alten Kram. Zusätzlich, dass ich also ganz schön außer Atem komme, weil ich ständig am hüpfen bin, muß ich also auch noch koordinieren und herzlich lachen. Denn es ist wirklich sehr lustig, wenn die Frau vor mir auf einmal was ganz anderes macht und meine Beine aber vehement doch im altbewährten Übungsschritt rumspringen.

Kringelig

Zum kringelig lachen eigentlich, wie in diesen Videos, wo Menschen wirklich gar nicht beim Aerobic oder so mitkommen. Ganz so ist es hier nicht, trotzdem muß ich mich wahnsinnig konzentrieren. Und zu allem Überfluss ist der Lieblingsspruch der Zumbalehrerinnen auch noch… „and now faster“. Wobei ich an Geschwindigkeit ja eh kaum mehr zu überbieten bin. Wie die Damen da regelmäßig auf noch schneller kommen, ist mir wirklich ein Rätsel. Ich hüpfe ja jetzt schon rum, wie geisteskrank und dann gibt es noch mal eine Schippe drauf! Und die Schippe ist vor allem für Beine und Arme! Wirklich herrlich und unheimlich lustig, wie ich hier so im Schatten der Palmen umeinanderspringe.

Club Med

Die Zumbaladies werde ich daheim wirklich vermissen!

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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