Schwachstellenwitterung


Kaum zurück daheim geht der Alltag wieder los. War ja irgendwie zu erwarten und doch fehlt mir noch so richtig der Trott. Voller Elan springe ich morgens aus dem Bett und heute starte ich also gleich in den üblichen Arbeitsalltag. Ich hätte vielleicht auch noch eine Woche Urlaub vertragen, aber zu lange ist irgendwie auch nicht hilfreich. Leicht verfällt man da in eine Schludrigkeit. Ich finde so ein bisschen geplantes Leben gar nicht so verkehrt.

Heute habe ich vor der Arbeit also gleich Physiotherapie, einfach weil es den Termin eben zufällig gab. Gleich so zu beginnen war jetzt nicht meine Intention, aber ganz schlecht ist es auch nicht. Obwohl es zum entspannt in den Arbeitsalltag starten nicht unbedingt beiträgt. Jede Physiotherapie ist bei mir geprägt von Schmerzen. Es gibt praktisch keine Ausnahme. Und selbst wenn ich denke, dass alles prima ist und ich vollkommen ohne Bedenken beim Aktiven vorstellig werde, belehrt er mich innerhalb kürzester Zeit eines besseren.

Er findet immer eine Stelle, die Schmerzen bereitet. Er ist darauf gepolt, er wittert die Schwachstellen, wie ein Jagdtier die Beute, er kennt kein Erbarmen. Auch heute fühle ich mich sicher. Im Urlaub habe ich mich gut erholt. Ich habe die Reha-Übungen gemacht und sogar noch zusätzliches Krafttraining. Ich hatte im Urlaub keinerlei Schmerzen oder Probleme, ich bin wirklich guten Mutes. Zwar kommen mir erste Zweifel, als ich den Behandlungsraum betrete, aber ich lasse mich heute nicht unterkriegen. Hoffe ich.

Activano

Natürlich macht er mich doch wieder fertig. War ja irgendwie klar, ich verstehe deshalb auch gar nicht, das ich überrascht bin, aber das mag vielleicht an der massiven Urlaubserholung liegen? Innerhalb von wenigen Minuten packt er so zu, dass ich samt Schulter und Titanplatte gut und gerne bis direkt unter die Decke gehen könnte. Aber er hält mich fest. Doppelt fies, quasi. Unfassbar. Ich halte also aus und hoffe einfach drauf, dass  es schnell vorbei geht. Tut es aber nicht. Wir sind hier ja schließlich nicht bei „Wünsch Dir was“, sondern im Activano. Aber egal. Ich schaffe es schon, denn einen Ausweg gibt’s ja sowieso nicht.

Zum Abschluss der Claudiquälerei gibt es noch eine neue Reha Übung und wir einigen uns darauf, dass wir den Rehasport demnächst in Krafttraining umbenennen können. Dann bin ich einfach nur ein normaler Athlet, der zusätzlich zum Triathlontraining eben auch noch Krafttraining macht. Das wäre ein neuer Meilenstein.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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