Zurück in der Traglufthalle


Die Erkältung ist überwunden und die Physiotherapie ist vorbei. Es ist unfassbar, wie sehr man sich an eine bestimmte Regelmäßigkeit gewöhnt, wenn man sie Wochen, oder sogar Monate immer wieder durchführt. Ich meine jetzt natürlich die Physiotherapie, nicht die Erkältung. An Erkältungen werde ich mich nie gewöhnen! Beim Sport ist das ja auch immer so, wenn man anfängt ist es schwer und dann gehört es irgendwann dazu. Ich bin über ein Jahr regelmäßig zur Physiotherapie gegangen, irgendwie fehlt sie jetzt im Kopf. Obwohl es mehr Freiheit bedeutet…

Zurück zur Normalität ist natürlich mit nichts zu vergleichen. Einfach alles machen, wie früher, vor dem Unfall, als ich weniger Narben hatte. Echt cool. Heute ist Freitag und am Freitag wird in der Wintersaison geschwommen. Wir schwimmen in der Traglufthalle und da die Saison jetzt erst los geht, sind wir heute nicht besonders viele Schwimmer auf unseren Bahnen. Einige sind erkältet, was ich nach der letzten Woche ganz wunderbar nachvollziehen kann.

Schwimmen mit Musik

Der Zeugwart und ich schwimmen daher im Luxus und zu zweit auf einer Bahn. Ich nutze heute mal wieder meinen Walkman, weil ich denke, dass mir Musik hilft, dass die Zeit rum geht und mir das vermeintlich langweilige Kacheln zählen kurzweiliger erscheinen wird.

In dieser Schwimmhalle trainieren seit Jahren die gleichen Vereine zu immer gleichen Uhrzeiten. Und wenn es dann in der Wintersaison wieder los geht, dann ist es wie ein Wiedersehen mit alte Freunden, obwohl man sich eben nur aus der Halle kennt. Während ich also Badekappe und Schwimmbrille anlege und den Walkman zurechtzuppel, bringen wir uns kurz gegenseitig auf den neusten Stand, denn immerhin war es ein langer Sommer. Für mich zwar trotzdem nicht lange genug, das hatte ich ja bereits mehrfach erwähnt, aber es bringt ja auch nichts ständig darauf rumzuhacken. Und ich konnte ihn in Mexiko ja auch verlängern, ich weiß.

Ausblickwechsel

Unser fleißigster Schwimmer heute hat bereits die ersten 50m auf der Uhr, als ich mit entschlossenen Schritten an das Becken trete und mich ebenfalls in die Fluten hineingleiten lasse. Nach einer zweiwöchigen Schwimmpause muß man es auch nicht gleich übertreiben, finde ich. Zumal meine letzten Schwimmeinheiten mit einem ganz anderen Ausblick und in vollkommen anderem Klima statt fanden. Aber erfreulicherweise ist das Wasser heute nicht ganz so kalt und dank der musikalischen Untermalung klappt es auch mit der Motivation. Ich schwimme.

Je nach Lied mal mehr, mal weniger schnell und je nach Kopfansage mal mehr, mal weniger intensiv. Ich versuche die Hinweise vom SchwimmGuru umzusetzen und bin immer wieder überrascht, wie gut das Schwimmen manchmal klappt. Und manchmal halt auch nicht. Aber mit Musik ist alles leichter und schöner, deshalb passt das schon. Ich komme heute wirklich gut voran. Und während ich so vor mich hinschwimme, mit dem Zeugwart etwas Baumstamm schwimmen übe und ansonsten die leere Bahn genieße, fällt mir ein, das ich für mein nächstes Schwimmtraining mit dem SchwimmGuru noch einen Frontschnorchel brauche. Den müssen wir morgen unbedingt noch besorgen!

Bis dahin atme ich halt einfach, wie es jeder Schwimmer tut und zwar immer schön abwechselnd. Soll ja später keiner sagen, ich hätte mir immer nur eine Seite des Schwimmbades angeschaut. Nachdem ich alle Tricks durchprobiert habe und auch dem gewünschten Wassergefühl wieder ein ordentliches Stück näher gekommen bin, schwimme ich mich tatsächlich aus. Irgendwie habe ich das Gefühl, das paßt noch. Im Anschluß geht’s ab unter die Dusche. Eine der schönsten Sachen beim Sport…

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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