Schritte sammeln


Bei beruflichen Reisen beginnen meine Tage extrem früh, soll sich ja schließlich auch lohnen, wenn ich unterwegs bin. Ich stehe heute also auch sehr früh auf, ehe es zum Flughafen und dann ab nach Nizza geht. Dort erwartet mich, außer den altbewährten Kollegen auch bombastische Wetter. Es ist nun zwar nicht so, dass das Wetter hier daheim diese Woche schlecht sein wird, trotzdem ist die Nähe zum Meer, gepaart mit Sonne und der damit verbundenen Wärme natürlich noch eine Ecke toller. Überhaupt reißt das Meer viele raus.

Wir haben viel auf der Agenda zum abarbeiten und im Endeffekt habe ich vom gutem Wetter ähnlich viel, wie wenn ich in Frankfurt im Büro sitze. Einen Blick durchs Fenster. Hier allerdings ist es sogar so angenehm, dass wir sie öffnen können und die Geräusche des französischen Verkehrs ins Büro dringen können. Und der französischen Kinder, die ähnlich wie daheim auch, endlich mal das machen sollen, was von den Müttern gesagt wird.

Zur Mittagszeit spazieren wir zu einer kleinen Bäckerei um die Ecke, dorthin, wo alte Frauen schnell noch ein Baguette kaufen und Mütter für ihre Kinder zum Nachmittagssnack Brioche mitnehmen. Hier gibt es tolle Salate und belegte Baguettes und selbstverständlich Eclairs und Maccarons als kleinen Nachtisch. Selbstverständlich. Ohne Nachtisch ist man in Frankreich ja nur ein halber Mensch. Und wer will das schon sein?

Nach Feierabend erwalke ich die Stadt. Es ist immer noch angenehm warm und die ganze Stadt riecht nach dem Salz vom Meer, weil ein leichtes Lüftchen den Geschmack herbeiträgt. Die Altstadt, mit ihren verwinkelten Gassen und den kleinen Häuschen, die dicht aneinandergedrängt zusammenstehen um möglichst vielen Menschen ein Zuhause zu sein, ist einfach wunderbar anzusehen. Frankreich pur. So richtig, wie Urlaub, außer dem anstrengenden Tageswerk, was ich bereits hinter mir habe. Aber trotzdem. Es fühlt sich urlaubsmäßig an.

Sonnenuntergang

Ich sammle heute unheimlich viele Schritte für die Challenge mit der Hübschen. Viel mehr als an einem normalen Dienstag, natürlich, weil ich Dienstags selten einmal kreuz und quer durch Nizza renne. Am Meer tummeln sich die Einheimischen, große Gruppe von Läufern und Walkern sporteln hier entlang, dazwischen die Jugendlichen mit ihren Skateboards und ein paar Touristen, die gar nicht genug von den Yachten und dem großen Hafen bekommen können.

Nizza ist zu jeder Jahreszeit ganz offensichtlich eine Reise wert. Ich spaziere heute wirklich ausgiebig durch die Stadt, sammle Schritte und genieße die vielen kleinen Restaurants, den Duft nach Frankreich und das tolle Wetter. Und ich freue mich, über den coolen Job, den ich habe. Man muß einfach auch mal Glück haben!

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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