Unter Beobachtung 2


Ich schlage heute früh die Augen auf und prüfe alle Körperfunktionen. Üblicherweise funktioniert mein Körper bereits morgens hervorragend, aber wenn ich die Augen aufmache und gefühlt die Augenlider schon an Muskelkater leiden, dann prüfe ich die Sachlage doch lieber noch mal etwas genauer. Mir tut gefühlt alles weh. Fantastisch, weil das bedeutet, dass ich mich im gestrigen Schwimmtraining nach dem Trainingsplan vom SchwimmGuru ordentlich angestrengt habe. Dieser Trainingsfleiß ist nicht verkehrt. Im Winter werden Schwimmer gemacht und im Herbst legt man dafür die Grundsteine.

Zumindest klingt das für mich nach einer absolut passenden Reihenfolge. Und wenn Schwimmer über die Off-Season gemacht werden, dann kann zusätzliches Krafttraining nicht schaden. Obwohl Technik beim Schwimmen das A und O ist, gibt’s ja noch zahlreiche Buchstaben dazwischen, also ab dem B und deshalb mache ich heute mein Krafttrainingsprogramm. Ich gehe dafür ins Therapiezentrum vom Activano, ich könnte mich auch im Fitnessstudio anmelden, aber hier im Therapiezentrum habe ich irgendwie ein besseres Gefühl.

Immer, wenn ich trainiere, ist mindestens ein Physiotherapeut oder Rehatrainer mit im Raum. Ich bin hier nie alleine und vor allem nie unbeobachtet. Das bedeutet, wenn ich eine Übung nicht richtig oder in falscher Geschwindigkeit ausführe, dann sagt man mir das. Ich habe hier praktisch ein betreutes Krafttraining. Und das ist für meine Schulter und die Hüfte nicht verkehrt. Fitnessstudio würde bestimmt auch gehen, klar, da gibt’s ja auch immer mal einen Trainer, aber ein ausgebildeter Physiotherapeut, der auch noch meine Krankengeschichte kennt und von meinem großen Ironmantraum weiß, der betreut mich dann doch noch etwas anders.

Und ob neben mir jemand Rehasport macht und sich versucht in den Sport zurückzukämpfen, ist mir genauso recht, wie wenn ein Bodybuilder stöhnend viel zu schwere Gewichte stemmt. Wahrscheinlich schaue ich dem Rehasportler noch eine Idee lieber zu, weil ich weiß, wie es ist, wenn man nicht aufgeben möchte. Bodybuilder denken ja oft, sie sind ansehnlich… aber nun gut.

Krafttraining

Heute bin ich mal wieder fast alleine im Trainingsraum. Eine Dame bekommt ihre Einweisung, aber ansonsten, habe ich den Raum für mich und an den Geräten freie Auswahl. Also rudere ich und mache meine Bankdrückenwiederholungen. Bei der Beinpresse bin ich etwas zu flott und werde natürlich, wie erwartet, prompt zurückgepfiffen. Diese Therapeuten hier sehen einfach alles. Da ist nichts zu machen. Also langsamer, kein Problem. Eigentlich weiß ich das ja auch. Meine Bauch- und Rückenübungen mache ich dann einfach gleich richtig, damit mich nicht schon wieder jemand verbessern muß.

Mein Abschluss ist immer die Maschine mit den Übungen für die Hüfte. Die ist fies und zeitaufwendig. Und sie steht direkt neben der Uhr, so dass man auch noch sieht, dass es unheimlich anstrengend ist, obwohl überhaupt gar keine wirkliche Zeit vergeht. Diese Maschine ist Psychoterror. Zumindest für mich. Ich muß hier drei verschiedene Übungen pro Bein dran machen und die sind alle schwer. Das ist der Maschine und der Uhrzeit aber total egal.

Vollkommen durchgeschwitzt verschwinde ich nach knappen 40 Minuten wieder in der Umkleide und fahre dann auch wieder heim. Der Zeugwart und ich wollen heute noch ein bisschen bummeln gehen. Ich bereite für meinen beiden Patenkinder jeweils einen Adventskalender vor und da brauche ich noch Füllmaterial. Die 12jährige bekommt einen Ballettadventskalender, da blüht das Tantenherz förmlich auf.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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2 Gedanken zu “Unter Beobachtung

  • Helge Orlt

    LIebe Claudi,
    schon irre, das wir uns über Muskelkater freuen weil wir dann wissen, das wir doch was gemacht haben 🙂
    Ich finde Betreuung und Kontrolle beim Krafttraining auch extrem wichtig. Es gibt einfach zu viele Übrungen wo man, wenn man es falsch macht, ganz und gar nichts gutes bewirkt.
    Es ist wirklich gut, wenn man sich gut aufgehoben weiß. Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß 🙂
    Liebe Grüße
    Helge