Vorsätze und Wirklichkeit 2


Nach der Traumanpassung von gestern und der wunderbaren Zaubershow, bin ich heute den ganzen Tag total abgelenkt. Wie kommt der Geldschein in die Zitrone, warum wussten die Zauberer schon vor der Show, wer auf die Bühne kommt und wieso war klar, dass die Kaugummis bald ablaufen? Fragen über Fragen und immer nur die eine Antwort… es ist Magie. Die können halt wirklich zaubern. So einfach ist das. Da muß man sich auch mal mit zufrieden geben können.

Ansonsten habe ich heute, außer den Kollegen immer ausgiebig von der Zaubershow zu erzählen und zu schwärmen, dass es Zauberei eben doch wirklich gibt, ein Athletiktrainingsprogramm auf der Agenda. Ein Trainingsplan ist unerbittlich, was die Einheiten angeht, denn egal wie oft man drauf schaut, der Eintrag ändert sich nicht. Der Tonangeber möchte, dass ich Athletiktraining mache. Unfassbar, aber sowas hat er tatsächlich in den Rookie Trainingsplan geschrieben. Es ist wie verhext.

Bis zum Mittagessen kann ich mit dem Trainingsplan auch noch ganz gut leben. Ich finde den abendlichen Einsatz zwar nicht besonders verlockend, aber ich habe das Programm fest vor Augen. Dann setzt der Muskelkater ein und die Erschöpfung setzt sich mit einem großen Schwung durch und mitten rein. Die Zaubershow verlangt ihren Tribut und zeigt mir auch heute, einen Tag später, noch, wo der Hammer hängt und dass meine Kondition einfach nicht so ist, wie ich sie erwarte.

Gehe ich jetzt trotzdem zum Krafttraining und mache die Athletik? Oder mache ich eine Pause? Der Athletenkörper braucht Regeneration das ist klar, aber meiner fordert die Pause wirklich sehr vehement ein, seit dem letzten Fahrradunfall. Oder seit dem ich stark auf die 40 zugehe? Eigentlich fällt es mir seit dem Unfall extrem auf. Jede Trainingseinheit fordert eine Erholungspause ein, ich brauche dann Schlaf und wenn es nicht anders geht, dann schlafe ich auch einfach auf der Stelle mal kurz ein. Mein Körper ist diesbezüglich sehr fordernd und akzeptiert kein „mach ich später“. Unbarmherzig. Wahrscheinlich deshalb, weil ich die Pause sonst immer weiter schieben würde?

Mein Gehirn hat die Sache im Griff und weiß, wie es mich zur gewünschten und ganz bestimmt auch schwer notwendigen Pause zwingt. Und trotzdem bin ich jedes Mal doch überrascht. Ich schaffe den Nachmittag und die Heimfahrt und begebe mich dann praktisch ohne Umwege in die Horizontale auf die Couch. Und nach zwei Stunden weckt mich der Zeugwart mit dem fertigen Abendessen. Weil ich es verdammt gut getroffen habe. Und weitere Trainingseinheiten lasse ich heute ausfallen, weil mein Körper mir nicht umsonst irgendwelche Zeichen gibt.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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2 Gedanken zu “Vorsätze und Wirklichkeit

  • Karina

    Hi Claudi,
    na dann warte mal, bis du auf die 50 zugehst ;-). Also ich mache tatsächlich jeden Tag 15-20min Mittagsschlaf. Das ist der Vorteil, wenn man Mittags nach Hause kann. Aber den brauche ich seit einigen Jahren tatsächlich. Höre auf deinen Körper, denn eine Trainingseinheit, die du nicht erholst absovierst bringt auch nichts. Du hast einen sehr klugen Körper :-). Ich glaube ja, die Trainer schreiben sowieso immer mehr auf als man eigentlich machen müsste, mit dem Gedanken, dass wir und unser Körper sich das rausuchen, was wir gerade brauche. Wenn ich vor Roth jede Einheit gemacht hätte, die im Plan stand, wäre ich gar nicht mehr zum Schlafen oder Essen gekommen :-). So wie du es handhabst ist es richtig.
    Liebe Grüße
    Karina

    • Clauditries Autor des Beitrags

      Jeden Tag Mittagsschlaf ist eine sehr gut Institution. Wenn ich das könnte, dann würde ich das vielleicht ebenfalls machen … Interessant, wie der Körper sich genau für das entscheidet, was ihm gut tut.
      🙂
      Viele Grüße