Weltenhüpferei


Als Rookie bei Tricamp habe ich nicht nur einen krassen Trainingsplan vor Augen, sondern auch nette Mitstreiter und einen ziemlich coolen Trainer. Obwohl der mir heute gleich den nächsten Trainingsplan geschickt hat. Das könnte die Coolness eindämmen, aber ich schau mir den heute gar nicht erst wirklich an, ich bin noch müde von gestern. Und ich habe von The Rock und vom Sugardaddy, die auch bei Tricamp trainieren, gehört, dass Montag ein gesetzlicher Ruhetag ist.

Obwohl der Tonangeber mir dazu nichts gesagt hat, mache ich es trotzdem heute genauso. Und wir haben zusätzlich heute noch ein gemeinschaftliches Abendtreffen mit allen Rookies. Heutzutage, und wo wir ja aus ganz Europa kommen, macht man so ein Treffen über das Internet. Der Ruhetag ist heute also doppelt sinnvoll. Wir wählen uns alle über eine bestimmte Internetseite ein und der Tonangeber sieht uns alle über Webcams. Und wir können uns auch sehen, wenn wir die Kamera anhaben, und außerdem können wir auch miteinander chatten. Irgendwie gefällt mir die neue Technik.

Und weil der Tonangeber nach dem Verständnis des neuen Trainingsplans fragt, mache ich den parallel zum Internetmeeting einfach mal auf. Und bekomme gleich Schnappatmung. Ich hüpfe ja sowieso zwischen zwei Welten hin und her und mache eigentlich den Athletik-, Schwimm- und Radpart eines Mitteldistanzathleten und beim Laufen bin ich noch weit hinter den Teilnehmern, die überhaupt erst mal einen Triathlon absolvieren möchten. Die Weltenhüpferei wird sich hoffentlich auch mal ändern, aber im Moment halte ich sie für die sinnvollste Variante.

Morgen werde ich deshalb erneut 1 Stunde laufen auf den Plan nehmen. Ich möchte die Strecke, die ich durchlaufen kann, verlängern. Derzeit schaffe ich maximal 3km, glaube ich, ich werde dazu morgen mal den genauen Anfangswert für dieses Training bestimmen. Also ist morgen die Entfernungsbestimmung, die ich maximal im Moment durchziehen kann, Priorität. Und die werde ich dann langsam, aber gezielt, steigern. Den Tonangeber werde ich im Anschluß über meine Weltenhüpferei informieren. Damit er sich nicht wundert, warum ich für den Anfänger zu viel und für den Mitteldistanzathleten zu wenig mache. Wahrscheinlich braucht der Tonangeber meine Info gar nicht, weil er es eh schon ahnt? Er hat ein gutes Händchen für seine Athleten.

Wenn ich einen Startpunkt habe, egal in welcher Geschwindigkeit, dann kann ich genau dort anknüpfen und mich langsam aber sicher aus der Nichtläuferwelt in die Läuferwelt vorschieben. Ich habe insgeheim beschlossen, dass die erste Priorität das Durchlaufen ist. Und wenn ich dann wieder eine ordentliche Strecke durchlaufen kann, dann denke ich über weitere Ziele nach, z.B. Geschwindigkeit. Und wenn es soweit ist, dann habe ich mein erstes Laufziel schon festgelegt. Ich laufe den Wings for Life Run mit.

Weil ich bis dahin wieder laufen können möchte. Ich möchte wieder laufen zum abschalten, laufen zum Zeitvertreib, um etwas von der Welt zu sehen und um zu genießen. Laufen soll wieder Spaß machen und schön sein. Derzeit ist laufen anstrengende Pflicht, es laugt mich aus und es ist unfassbar langsam und mühsam. Es verlangt nach vielen Stunden ruhen im Anschluß, ich bin danach oftmals so müde, dass ich es kaum zum Abendessen schaffe. Aber, wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Ich bin ganz sicher, es wird einfacher. Wann genau, wüßte ich allerdings gerne.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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