Es läuft, wenn es perfekt ist


Was Schwimmtrainingspläne angeht, bin ich geradezu mit Reichtum gesegnet und absolut verwöhnt. Ich kann heute auswählen zwischen den Plänen des Tonangebers, die mit Abkürzungen gespickt und mit einem Hilfelexikon versendet wurden und dem Plan meines Schwimmtrainers, der auch Patrick Lange regelmäßig durchs Wasser scheucht. Der SchwimmGuru schwört bei mir derzeit auf die Verwendung von Schwimmschnorchel und Flossen als Trainingsinstrumente und weil ich mich ja beim Schwimmen für ihn entschieden habe, ist die Entscheidung für meinen Schwimmplan auch schnell gefällt.

Trotzdem wird auf unserer Bahn, die ich heute zusammen mit dem Fremdvereinsfan und dem Zeugwart benutze, der Plan des Tonangebers ebenfalls geschwommen. Die beiden Herren sind fit im Vokabular und verstehen sich schwimmtechnisch ganz gut. HSA, NSA und Pause. Während sich die Herren also durch den Tricamp-Rookie-Plan schwimmen, folge ich den Anweisungen des SchwimmGurus. Trotzdem können wir zu dritt prima gemeinsam auf der Bahn schwimmen.

Ich schwimme mich ein und setze dann den Kraularmzug mit meinen verschiedenen Einzelübungen zusammen. Ich merke allerdings, dass mir der viele Sport und die anstrengende Arbeitswoche bereits sehr viel Energie genommen hat. Diese Woche habe ich regelmäßiger Sport getrieben, als viele Wochen am Stück davor. Und auf der Arbeit war auch viel los, es ist also kein Wunder, dass ich ausgelaugt bin. Trotzdem klappt das Abschwimmen des Trainingsplanes verhältnismäßig gut.

schwimmen

 

Wenn ich mich genau an die Anweisungen des SchwimmGurus halte, dann schwimme ich richtig schnell. Leider klappt das mit dem Anweisungen befolgen nicht ausnahmslos, aber die Strecken werden länger, je öfter ich trainiere. Es ist also, genau wie es jeder Trainer immer sagt, je öfter man trainiert, desto besser wird man. Leider ist das auch beim Laufen der Fall und bei allen anderen Dingen, die man sich aneignen will. Und deshalb wird die Zeit leider auch irgendwann knapp, wenn man viele Baustellen hat. Oder ich muß mir einfach mehr Zeit nehmen. Wäre auch eine Möglichkeit. Wahrscheinlich aber keine wirklich alltagstaugliche.

Ich mache heute viel Beinarbeit. Das steht nicht direkt auf dem Plan, aber ich streiche dafür etwas Strecke und schon klappt es. Die Beinarbeit ist Gold wert, und tatsächlich schaffe ich es den Kraulzug perfekt zusammenzubauen und der Zeugwart, der gleichzeitig kosgeschwommen ist, kann mich nicht überholen. Unfassbar. Das ist noch nie passiert. Wir schlagen nacheinander hinten an und ich bin gar nicht geschafft, wohingegen der Zeugwart ganz schön ranklotzen musste. Was ein Hammer. Leider klappt es beim zweiten Mal nicht, weil ich genau weiß, dass der Zeugwart es noch mal probieren wird. Und deshalb fällt mein kleines, müdes, Gehirn sofort wieder zurück in alte Muster und der Zeugwart überholt mich locker.

Ein kurzes Vergnügen also, aber ein Vergnügen! Wenn ich das über den Winter weiter trainiere und irgendwann die richtige Technik im Gehirn eingefestigt ist, dann werde ich jede Bahn so schwimmen können. Das ist eine absolut fantastische Aussicht! Heute schaffe ich noch eine Bahn perfekt, dann gehe ich unter die warme Dusche und genieße den kurzen Erfolg. Ich habe den Trainingsplan im Rookie Projekt diese Woche bisher noch besser umgesetzt, als in der erste Woche und plane eine weitere Steigerung für die nächste Woche. Die Reha und die Physiotherapie sind gefühlt schon so weit weg, dass ich kaum mehr eine Erinnerung daran habe. Und ordentlich Muskelkater bahnt sich jetzt schon an. Das Athletendasein ist einfach wunderbar!

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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