Training zur Erholung 2


Ich habe heute einen Tag Urlaub. Einfach so. Ich brauche mehr Pause, ich muß einfach mal aus dem Chaos verschwinden und ich nutze dafür einfach einen Tag Urlaub, weil ich noch so viele Tage übrig habe. Später heute fahre ich die Teamchefin besuchen, aber bis dahin könnte ich entweder auf der Couch liegen oder im Bett, oder ich bin sportlich.

Der Tonangeber hat einen Erholungstrainingsplan geschickt. Er behauptet, das wäre eine Ruhewoche und schreibt trotzdem Schwimmen, Rad fahren und Laufen sowie Athletiktraining drauf. Wie ich mich dabei erholen soll, schreibt er nicht dazu. Wahrscheinlich, weil der Athlet an sich auch noch ein Gefühl der Selbstständigkeit haben soll? Keine Ahnung. Ich gehe heute früh mal hier daheim zum laufen. Statt Mittags im Büro, also morgens zu Hause. Hier war ich schon lange nicht unterwegs.

Es ist nieselregenkalt, es ist windig, aber wenigstens ist es hell, als ich losgehe. Gegen den Wind, durch aufgewirbelte, nasse Blätter, laufe ich die althergebrachte Laufstrecke, die der Zeugwart und ich seit dem wir hier wohnen immer mal wieder laufen. Ich kenne mich recht gut aus, und bin trotzdem überrascht, als der erste Kilometer schon vorbei ist. Schnell bin ich heute nicht unterwegs. In meinem Kopf gibt’s einen Plan, dass ich heute, frisch ausgeruht, früh am Tag, versuchen könnte die 5,3km von letzter Woche noch etwas zu toppen.

Wenn ich 5,3km nach einem Chaoseinbruch auf der Arbeit laufen kann, was ist ausgeruht möglich? Immerhin habe ich gestern und das ganze Wochenende als Pause genutzt und nichts sportliches gemacht. Ich habe zwar den Speicher gesichtet und mir ein Bild zur vorhandenen Weihnachtsdekoration gemacht, aber das war mehr kreativ als sportlich, obwohl es nur eine Holzleiter zum Speicher hoch gibt.

Ich bin wirklich nicht flott am rennen, aber kontinuierlich. Nach 4km schaue ich mal wieder auf die Uhr und bin überrascht, dass ich tatsächlich schon so weit bin. Also laufe ich heute eine ordentliche Schleife, ärger mich noch kurz über einen großen, nicht angeleinten Hund, der „doch nur spielen“ will und finde jede Menge Gründe einfach immer weiter zu laufen.

Allerdings zwickt meine Hüfte ein bisschen. Nicht krass, aber ich merke, dass meine angedachten und bisher durchgeführten Steigerungen vielleicht doch ein bisschen viel waren. Vielleicht muß ich doch wieder zurück zu kleineren Brötchen? Wäre ja auch zu schön, wenn alles so locker flockig und auch noch ohne Probleme oder Bremsmanöver von statten gehen würde.

Ich bin heute nach über 6km wieder daheim, bin die ganze Zeit gelaufen und merke meine Beine ordentlich. Sie sind einfach ziemlich müde. 6km ist schon eine Hausnummer offensichtlich. Gut, dass das der einzige Lauf in dieser Woche war, so kann ich meine Hüfte etwas schonen, ehe es in der nächsten Woche wieder losgeht.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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2 Gedanken zu “Training zur Erholung

  • Helge Orlt

    Liebe Claudi,
    6 km ist schon ordentlich.Und das obwohl du vor ein paar Wochen noch starke Zweifel hattest, das du überhaupt mal ordentlich am Stück laufen kannst 🙂
    Ich gratuliere dir.
    Und ja, Ruhewochen haben bei einem Trainer meistens eine ganz andere Bedeutung als beim Athleten :-))))
    Wahrscheinlich verstehen Trainer das Wort „Ruhe“ überhaupt nicht?
    Ich denke wir sollten ihnen mal Nachhilfe geben 😉
    Liebe Grüße
    Helge

    • Clauditries Autor des Beitrags

      Danke Helge! Also 6km waren ja wirklich undenkbar, wie Du schreibst. Deshalb freue ich mich wahrscheinlich auch so extrem?! Obwohl mir dann gestern tatsächlich alles weh getan hat. Aber das gehört natürlich dazu.
      Ganz liebe Grüße