Im Wellenbad


Unfassbar dieses Rhein-Main-Gebiet mit seinem Verkehr. Derzeit macht auch wirklich gar kein Autofahrer Urlaub und alle fahren, wenn ich fahre. Immer. Egal ob es früh oder spät ist. Heute bin ich mal richtig früh, weil die Kollegen und ich mal wieder gemeinsam schwimmen gehen. Eigentlich schwimmen wir immer Mittwochs, aber ich schaffe es nicht immer, deshalb kann man höchstens bei mir von „mal wieder“ sprechen. Die Kollegen sind fleißig. Große Ziele vor Augen, treibt einen Ironmananwärter, wie den PowerRanger, bei Wind und Wetter zum Sport. Egal ob freie Fahrt, oder dichter Verkehr.

Ich bin heute später als geplant am Schwimmbad, weil alle Autofahrer im Rhein-Main-Gebiet heute früh um kurz nach 6h ebenfalls bereits auf der Gasse sind und sich in Richtung Arbeit, Sport oder Freizeitvergnügen quälen. Um diese Uhrzeit? Da fragt man sich wirklich, in was für einer Blase man ansonsten so lebt? Egal. Im Schwimmbad angekommen überlege ich mir, ob sich vielleicht eine vorbezahlte Schwimmbadkarte lohnen würde, die in Frankfurt einen kleinen Rabatt pro Eintritt gewährt. Heute entscheide ich mich aber noch nicht dafür. Es ist keine Zeit für einen längeren Aufenthalt an der Kasse, ich möchte ins Wasser.

Man könnte sich glatt Sorgen machen. So motiviert, so früh am Morgen und dann auch noch, wenn es um das Schwimmen geht… vor Monaten undenkbar und jetzt ausschließlich der Verdienst meines Schwimmwillens und des SchwimmGuru’s. Er, mit seinen Trainingsplänen, hat es irgendwie geschafft, dass ich Schwimmen ziemlich cool finde. Und natürlich hilft, dass ich Verbesserungen bemerke. Trainerlob ist bei mir ja ein absoluter Fleißtrigger. Wenn vom Trainer nichts kommt, dann lasse ich auch irgendwann nach, lobt der Trainer mich, bleibe ich gut dabei und bin ein engagierter Athlet. Verrückt, ist aber so.

Mit meinem Trainingsequipment bewaffnet, suche ich mir im Becken eine freie Stelle, an der keiner schwimmt und wässere mich dann. Einschwimmen und mein Techniktraining klappt wunderbar. Die Erklärungen vom SchwimmGuru sind in meinem Ohr und ich setze um, was er sagt und dann, als es in meinen Körper übergeht, passiert das, was er gesagt hat und meine Beine bleiben automatisch oben, weil meine Arme genug Auftrieb nach hinten schieben. Ziemlich cool, wenn diese Vorhersagen eintreffen, die ich nicht glauben konnte, weil meine Beine einfach immer absacken. Nicht viel, aber eben so, dass ich es merke. Und das ist ja schon genug.

Im Trainingsplan steht natürlich weiterhin Schmetterling und weil das hier eine 25m Bahn ist, kommt der flatternde Schmetterling gleich dreimal so gut, wie sonst. Zusätzlich schwimme ich auf der Rentnerseite des Beckens und hier wird sonst meistens rumgetrieben oder altdeutsch Rücken geschwommen. Schmetterling flattern hier so gut wie nie vorbei und deshalb ist es einfach eine grandiose Einlage. Und weil es so viel Spaß macht, erweitere ich mein Training im Bereich des Rumflatterns einfach und schwimme auch mal abwechselnd ohne atmen und mit atmen. Und bin gleich schneller. Und rumspritzen tue ich auch gleich mehr. Und für eine kurze Zeit schwimmen wir alle in einem Wellenbad.

Nachdem mein Trainingsplan abgeschwommen ist, arbeite ich weiterhin daran meine Dusch- und Anziehgeschwindigkeit zu reduzieren. Leider ohne maßgeblichen Erfolg, aber manchmal hilft ja Training weiter. Ich bleibe also dran und trainiere die Nachschwimmgeschwindigkeit weiterhin, im Anschluß an das Schwimmtraining ziehe ich mich ja schließlich eh immer an. Ich bin überpünktlich und ohne nennenswerten Verkehr im Büro, so ein kurzer Arbeitsweg ist wirklich reiner Luxus.

 

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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