Hausaufgabenfahrtspiel


Nachdem wir heute dem Tod knapp an einem Zebrastreifen entkommen sind, weil eine Dame älteren Semesters bei 30 und obwohl wir gut sichtbar da standen, trotzdem noch drüber fahren wollte, war zumindest meine Stimme schon mal warm. Der Zeugwart war durch mein Stimmvolumen peinlich berührt und die Dame älteren Semestern erwähnte, um sich noch unbeliebter zu machen, als ich sie eh schon fand, dass sie ja e x t r a wegen uns jetzt angehalten hätte, so als wäre das etwas Besonderes an einem Zebrastreifen! Oh man. Damit war ich also schon mal angeheizt. So ein Verhalten wirkt bei mir ja Wunder.
Wir laufen uns also noch etwas ein, weil’s auf dem Zettel steht und weil warmbrüllen wohl eher nicht gilt… und absolvieren unsere Hausaufgabe, die heute komplett ohne Matte auskommen soll. Eigentlich haben wir gar keine Lust. Es sind nur 7°C und besonders ausgeschlafen bin ich auch nicht.
Zuerst absolvieren ein paar Übungen aus dem Bereich Gelenkhygiene, dann geht’s weiter mit Fahrtspiel. Sowas mach ich gerne.
Zwei Minuten langsam laufen, das kann ich eh gut, dann 20Sekunden sprinten, das geht auch immer, und dann 6 Kniebeugen. Kniebeugen sind anstrengend, aber sie gehen, wenn man sie schnell hintereinander weg machen darf. Weiter geht’s wieder mit dem langsam laufen und den Sprints um dann 6 Ausfallschritte zu machen. Die fallen mir mittlerweile auch überhaupt nicht mehr schwer, ich glaube in den letzten Wochen habe ich bestimmt 50 Stück gemacht. Da kann man schon fast von Gewöhnung sprechen.
Insgesamt machen wir das 15 Minuten lang und kommen dabei weiter als ursprünglich angenommen. Zumindest weiter, als ich gedacht habe.
Im Anschluß gibt es weitere 10 Minuten laufen mit drei mal gesprungenen Kniebeugen und Seitenschritten. Ich lach mich weg. Gesprungene Kniebeugen sind praktisch so wie Burpees nur eben als Kniebeuge. Das geht ganz schön in die Oberschenkel. Und mit diesen komischen Seitenschritten komme ich noch mehr nicht klar, als wenn ich nur rumspringen müßte. Das ist vielleicht anstrengend!
Die Läufer die uns begegnen schauen anerkennend. Zumindest interpretiere ich deren Gesichtsausdruck so.  Vielleicht wollen sie auch einfach nur nicht angepampt werden von mir, wer weiß? Ein Herr, der gerade genau dort ausdehnt, wo bei uns die letzten gesprungenen Kniebeugen anstehen,  zeigt mir den Daumen hoch. Wahrscheinlich kennt er den Plan und weiß, dass ich mich jetzt nur noch auslaufen muß? Der Trainer hat seine Spione überall.
Wir laufen uns dann wirklich nur noch aus. Am Zebrastreifen ist dieses Mal kein Auto, was uns totfahren möchte und ich muß nicht für Ordnung sorgen. Ich kann es immer noch nicht glauben, dass dieses ältere Semester ganz locker einfach über den Zebrastreifen gefahren wäre, obwohl wir da standen … nicht auszumalen, wie sie sonst fährt. Warum mögen andere Autofahrer eigentlich keine Zebrastreifen? Na ja, egal.
Als wir daheim sind, bin ich froh, dass wir die Hausaufgabe gemacht haben, obwohl wir keine Lust hatten. Und ich merke auch, dass mir alles weh tut.
Gut, dass morgen ein Ruhetag ist.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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