Heute mal anders 2


Uns hat der Herbst wirklich voll im Griff, und rechtzeitig zur Zeitumstellung am kommenden Wochenende wird es früh dunkel und spät hell. Außerdem ist es feucht und kühl, morgens sogar richtig kalt. Und zu all den Wetterausreden, kommt auch noch meine fehlende Organisationskraft. Um einen Arbeitsweg mit dem Rad zu bewältigen muß ich mich entsprechend organisieren. Zusätzlich muß ich meine Termine so legen, dass alles zusammenpaßt und dann kommt natürlich noch das Durchziehen dazu. Denn die beste Vorbereitung nützt nichts, wenn man es dann einfach doch nicht tut. Viele Grüße an den berühmten Schweinehund.

Ich fahre diese Woche, trotz bester Vorbereitung nicht mit dem Rad zur Arbeit. Manchmal paßt es einfach nicht, und dann bringt es auch nichts in Nebel und Dunkelheit mit dem Rad zu fahren. Obwohl ich es schade finde. Wenn ich im Herbst mit dem Rad unterwegs ist, ist das ja schon eher Überwindung, wegen der Kälte, aber ich fühle mich danach auch immer großartig. Dieses Gefühl bleibt mir also diese Woche verwehrt. Gut, dass die Woche noch ein paar Tage hat. Ich habe also noch die Chance auf ein großartiges Gefühl. Das ist doch mal was.

Da heute Radfahren auf dem Plan steht und ich aber von 8h – 18:30h im Büro verweile, kommt die Arbeitswegfahrerei heute  leider nicht in Frage. Da heute Abend aber ganz passables Fernsehprogramm läuft, habe ich einfach festgelegt, dass ich währendessen auf der Rolle fahre und das Radprogramm so absolviere. Wofür haben wir schließlich eine Rolle? Ob das dem Trainer natürlich gefällt, weiß ich nicht. Immerhin hat er ja Arbeitsweg auf den Plan geschrieben und nicht Rolle fahren. Wahrscheinlich geht es ihm auch um die Abhärtung? Oder die Schulung meines Immunsystems? So ein Trainer denkt ja in ganz anderen Sphären als ich.

Das Rollefahren war heute allerdings die richtige Entscheidung. Ich fahre heute mal so, wie der Flitzer es mir erst kürzlich bei einer Radausfahrt, als es noch warm und schön draußen war, erklärt hat. Einfach nur treten sei nämlich nicht die Magie des Rolle fahrens, hat er gesagt. Auf das Programm kommt es an. Auf die Belastung und darauf, dass auch diese Einheit was bringt. Einfach nur ein bischen treten ist nicht Sinn der Sache. Man bekommt zwar die Zeit rum, aber ohne Nutzen für das Training. Kann man sich also auch sparen, wenn man es genau nimmt. Außer natürlich, dass jede Art von Bewegung gut tut. Auch einfach nur lockeres Rollefahren.

Ich fahre mich also gute 10 Minuten ein und suche eine angenehme Position auf dem Sattel. Heute ist allerdings der Wurm drin und wenn das so weitergeht, müssen wir da noch mal dran rumschrauben. Ich werde es aber für heute auf jeden Fall aushalten, wäre ja wohl gelacht. Also geht’s nach den 10Minuten richtig los und ich schalte schwerer und nutze die Rolle als Trainingsgerät. Der Flitzer wäre stolz auf mich. Der Zeugwart stellt den Fernseher etwas lauter, weil so eine Rolle, wenn man sie als Trainingsgerät im korrekten Pulsbereich nutzt, doch etwas lauter ist, als wenn man einfach nur so eine lockere Beinbeweungsübung draus macht.

Nach einer knappen Stunde bin ich echt erschöpft und muß mich erst mal trocknen. Rolle fahren kann ganz schön anstrengend sein. Wenigstens hatte ich gute Unterhaltung und das Gefühl, trotz verpaßter Radausfahrt zur Arbeit, den Trainingsplan wenigstens ein bischen beachtet zu haben.

Fotograf: OpenClipartVectors

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Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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2 Gedanken zu “Heute mal anders

  • Elke's Runningblog

    Hallo Claudia,
    amüsiere mich köstlich über das gute alte Testbild… da weiß heute wahrscheinlich manch einer nichts mehr mit anzufangen.
    Rolle fahren wäre ja gar nichts für mich…
    Liebe Grüße
    Elke

    • Clauditries Autor des Beitrags

      Liebe Elke!
      Genauso ist es tatsächlich, ich glaube tatsächlich dass die „jüngeren“ das nicht zuordnen könnten.
      Viele Grüße,
      Claudi

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