Athletikvorsprung in Sicht 2


Im Juni gehe ich zu einem Schulter- und Knie Spezialisten. Vielleicht habe ich eine Chance darauf auch mal wieder ohne Seitenschläferkissen zu schlafen? Das wäre cool. Nicht dass das Glück dieser Welt davon abhängt, aber, die Schulter macht noch Probleme, ebenso das Becken und durch eine Schonhaltung wird das lädierte rechte Knie auch öfter mal wieder dick. Es ist nicht alles Gold was glänzt, aber natürlich ist es auch klagen auf hohem Niveau. Trotzdem kann ein Schulterspezialist vielleicht noch den ein oder anderen Erfolg anzetteln? Spezialist heißt er ja schließlich nicht umsonst.

Heute habe ich wieder Physiotherapie. Gleich vor der Arbeit. Ich führe mein schmerzendes Becken vom Freitagslauf vor und berichte über die Schmerzen, die mich jede Nacht aufwachen lassen. Der Aktive weiß, woran es liegt und ich kann die Schmerzen und den Ort ganz gut beschreiben. Ich bin quasi ein Schmerzdetektiv, der Aktive ist in dem Fall der Ermittler und findet schnell eine Erklärung. Warum habe ich meinen Stressball eigentlich daheim gelassen heute? Ein Anflug geistiger Umnachtung. Garantiert. Eine richtig gute andere Erklärung habe ich leider nicht. Erfreulicherweise renkt der Aktive die Hüfte wieder ein und es kracht recht beeindruckend. Die Rippen dagegen haben sich entschieden diese Woche an Ort und Stelle zu bleiben. Auch eine schöne Abwechslung.

Der Aktive zeigt mir heute noch weitere Übungen, die ich zusätzlich in mein Reha Programm aufnehmen kann. Weil ich ja so schon kaum Übungen mache. Es ist immer Luft nach oben. Natürlich. Wenn ich die jetzt auch noch weiter einbaue, werde ich tatsächlich rund 1-1,5 Stunden Athletiktraining pro Trainingstag machen. Wer macht denn bitte 1,5 Stunden Athletiktraining? Am Stück? Pro Einheit? Hand auf’s Herz? Das ist doch echt lange! 20-30 Minuten verstehe ich und finde ich auch vertretbar. Von nichts kommt ja auch nichts, aber 1,5 Stunden? Wow. Ich werde einen dermaßenen Athletikvorsprung aufbauen, dass mir die Ohren schlackern werden.

Natürlich findet der Aktive das vollkommen normal. Er ist quasi ein Athletiktraining Überathlet und kann gar nicht verstehen, wie man mit 20 Minuten Athletiktraining überhaupt behaupten kann, dass man welches macht. Das bischen ist quasi nicht erwähnenswert, so denkt er und hat wahrscheinlich damit sogar recht. Nur mal so nebenbei ein bischen rumgeschludert. 20 Minuten, womöglich noch in der Woche und nicht 4 mal die Woche, kann man vom Prinzip her auch lassen. Die richtig guten Athleten in jeder Sportart machen ihre Übungen. Lange, ausdauernd und regelmäßig. Um vorzubeugen. Ich habe schon oft gehört, dass Verletzungsprobleme direkt mit einem Hinweis auf fehlendes Stretching, Kraftübungen oder Athletiktraining beträufelt werden. Im Nachhinein bringt das natürlich wenig. Außer ein zusätzlich schlechtes Gewissen.

Also besser mit einem Athletikvorsprung ins Rennen gehen.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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2 Gedanken zu “Athletikvorsprung in Sicht

  • Helge Orlt

    Liebe Claudi,
    genau, du hast noch jede Menge Luft nach oben :-)))
    Der Tag hat schließlich 24 Stunden und schlafen und arbeiten ist total überbewertet.
    Naja, ich denke auch das Athletiktraining sehr wichtig ist. Auf jeden Fall wirst du profitieren davon :-)
    Ich drücke dir die Daumen das du im Juni Hilfe für deine Schulter bekommst. Ich denke du solltest jede Chance nutzen die sich bietet. Ich würde mich auch nicht zufrieden damit geben das es halt so ist. Also bleib dran :-)
    Liebe Grüße
    Helge

    • Clauditries Autor des Beitrags

      Danke Helge!
      Ist echt nett von Dir, dass Du mir immer Mut zusprichst… das ist nicht selbstverständlich! :-)
      Ganz liebe Grüße,
      Claudi

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