Trainingsplan geschafft


Nachdem ich gestern mit dem SchwimmGuru zusammen trainiert habe, bin ich heute im Vereinstraining wieder auf mich gestellt. Zumindest schwimme ich, ohne seine Beobachtung, einen Schwimmplan hat er mir geschrieben, so dass ich nicht ganz SchwimmGuru-los unterwegs bin. Trotzdem ist es etwas ganz anderes, wenn ich eine Stunde für mich seinen Plan abschwimme, oder mit ihm gemeinsam eine Stunde trainiere.

Beides ist ähnlich anstrengend, das eine mehr muskulär, das andere mehr für den Kopf, aber der Unterschied ist trotzdem signifikant. Heute kann ich also gleich mal umsetzen, was ich mir gestern in der Trainerstunde erarbeitet habe. Im Grund ein perfektes Timing. Zumindest für mein unheimlich volles Gehirn. Es bringt ja nichts, wenn ich das, was wir in der Trainerstunde erarbeiten, dann nicht umsetzen kann oder zu lange warte und die Hälfte wieder vergesse. Zwar kann ich den SchwimmGuru immer fragen, er antwortet auch immer sofort, aber wenn ich es gleich wiederhole, dann ist es doch irgendwie besser.

Quasi eine Sofortwiederholung. Also gehe ich heute ins Vereinstraining, während der Zeugwart und Lisbet sich auf ihren Firmenweihnachtsfeiern die Bäuche vollschlagen. Der Fremdvereinsfan, der Neue, Madita und ich halten die Vereinsschwimmfahne hoch und teilen uns die Bahnen auf. Luxusschwimmen. Herrlich. Genau mein Fall. Ich schwimm mit dem Neuen auf einer Bahn und wir kommen uns eh nie in die Quere.

Ein perfektes Match auf der Bahn also. Ich schwimme mich ein und lege dann mit dem Trainingsplan los. Der SchwimmGuru baut den immer ähnlich auf. Erst das Techniktraining, bei dem ich den Schwimmzug nacheinander aufbaue und das Wassergefühl schule. Ich schwimme Scheibenwischer mit verschiedenen Armvarianten und suche mir die, bei der ich das Wasser am besten verwirble, so dass es sich genauso anfühlt, wie wir es gestern bis zu Perfektion getrieben haben. Ich taste mich ran und finde tatsächlich nach nur wenigen Metern eine vortriebsfreundliche Armhaltung. Und weil die genau in den gleichen Muskelkater reinzieht, der sich von gestern ankündigt, weiß ich auch, dass es die Haltung ist, die der SchwimmGuru gut findet.

Überhaupt überlege ich mir bei vielen Übungen heute, was er wohl dazu sagen würde. Ob ihm meine Ausführung gefallen, oder was ich verbessern könnte. Manche Themen merke ich mittlerweile selbst, kann sie dann aber nur mit viel Konzentration abstellen. Dafür muß ich manchmal die von ihm vorgegebenen Pausen im Trainingsplan verlängern. Wenn ich mich an die Pausensekunden halte, dann bin ich manchmal noch zu erschöpft, als dass ich mich wieder richtig gut konzentrieren könnte. Und da hat der SchwimmGuru eindeutig angewiesen, dass ich lieber auf die richtige Ausführung achten soll, als Meter zu machen, die leer sind. Derzeit bin ich nicht im Streckensammelmodus, ich bin im Techniktraining- und Einübemodus, also kommt es genau darauf an. Saubere Technik, alles umsetzen, was ich mir in den Trainerstunden erarbeitet habe und zur Not halt mal eine Pause mehr machen, als schludrig zu schwimmen.

Gerade das gestern neu gelernte Shoulder driven ist besonders anstrengend und erfordert wirklich viel Konzentration. Immerhin verfalle ich wirklich sehr sehr leicht wieder zurück in altbekannte Muster. Das ist nicht schlecht, aber grundsätzlich für die Übung halt bescheuert, weil ich ja eben was anderes üben soll. Aber unmöglich ist es nicht, also durchhalten und bloß kein Mimimi. Immerhin steht auf meinem Rookie Trainingsplan vom Tonangeber auch schwimmen drauf.

Ich bin heute wirklich nicht unflott unterwegs, so dass ich nach 58 Minuten mit dem Plan durch bin. Ehe es jetzt kalt wird, springe ich gleich unter die warme Dusche. Die Halle ist heute nämlich nicht sonderlich grandios geheizt. Nicht, dass es sonst warm wäre, aber zumindest etwas heimeliger als heute ist es sonst schon.

Für heute bin ich wirklich sehr zufrieden mit mir. Es ist auch das erste Mal, dass ich den Trainingsplan vom SchwimmGuru in der einen Stunde Vereinstraining komplett durchschwimmen konnte. Daheim falle ich ziemlich flott ins Bett. Ich habe ein spannendes, vollgepacktes, Wochenende vor mir, da bleibt keine Zeit um Schlaf aufzuschieben…

Clauditries

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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