Wiedersehen macht Freude


Es ist diese Zeit im Jahr, zahlreiche Triathleten und Rennradfahrer fliegen nach Mallorca um ihrem liebsten Hobby, dem Sport, zu frönen. Der Zeugwart und ich machen mit. Wir fliegen auch in diesem Jahr in ein Triathlontrainingslager mit Tricamp, und das obwohl sich der Fokus bei mir in diesem Jahr ja spontan etwas geändert hat. Gegen Urlaub spricht aber nichts und jeder verbringt seine freien Tage eben anders. Nach zahlreichen Telefonaten und einigen Arztterminen in der vergangenen Woche, haben der Zeugwart und ich nun die Koffer fertig und fliegen.

Wir sind ohne extra Sauerstoff unterwegs und erfreulicherweise auch ohne Maske. Dafür aber mit ordentlich Gepäck inklusive Riegeln, Gels und Sportgetränken. An der Sicherheitskontrolle am Flughafen ist überhaupt gar nichts los und der Mitarbeiter der Security inspiziert meinen Rucksack mehr als genau. Er macht einen Sprengstofftest und als ich den Radhelm dafür raushole, fragt er, wo ich hinfliege und was ich dort tue. Dann will er wissen, ob ich Riegel dabei habe und schaut ganz intensiv auf sein Display. Ja, meine Riegel sind in meinem Rucksack.

Neugierig

Ich hole die Tüte (einer meiner Kraichgau Wechselbeutel) raus, und präsentiere mein Aufgebot an Sponsor Riegeln, die nach Plätzchenteig schmecken. Der Herr nimmt einen raus und prüft ihn ganz genau. Der Riegel wird auf seine Inhaltsstoffe geprüft und in der Hand gewogen. Ich frage, ob der Riegel tatsächlich auf dem Display zur genaueren Überprüfung markiert wurde und er antwortet: „nein, aber ich fahre selbst Rad und bin deshalb immer daran interessiert neue Produkte zu entdecken“. Ahja. Natürlich. Das macht auch Sinn.

Der Flug ist ruhig, unsere Mitreisenden bestellen sich schon morgens um kurz vor 8h Rotwein, Sekt und Bier und die Flugbegleiterin ist sehr darauf bedacht mit keinem Wort unserem Zielort zu erwähnen, weil laut Ansage in der letzten Reihe ein Junggesellenabschied sitzt, und die Braut keine Ahnung hat, wo es hingeht. Wenn bei ihm vornedran auch so früh schon Alkohol bestellt wird, sollte ihr das erraten des Zielortes allerdings wenig Mühe machen, oder? Unfassbar, was Menschen so früh am morgen schon in sich reinkippen. Ist das dann schon ein Krankheitsbild?

Willkommen

Dank strömenden Regen und Wind auf Mallorca landen wir mit etwas Verspätung, das ist aber nicht schlimm, die Tricamper holen uns ab und wir sind recht fix auf unserer Finca, mitten im Urlaub. Ich glaube, auch in 50 Jahren, sieht die Finca noch genauso aus, wie jetzt. Vollkommen witterungsbeständig, ohne jegliche Beachtung von Wind oder Regen, trotzt sie hier allem und sieht einfach aus, wie schon immer. Irgendwie ist das auch ein bisschen, wie nach Hause kommen. Wir sind mittlerweile schon fast Inventar, nach 2015,  2016 und 2017 freue ich mich umso mehr, heute wieder hier zu sein.

Zum Mittagssnack marschieren wir alle zusammen in den Ort in ein Café. Hier wird in feinstem Brockenspanisch gefragt, ob es Mandelkuchen gibt. Die Bedienung verneint das vehement. Das ist dem Minister recht, er hat den eh schon längst erspäht, weil er in seiner Berufung als Konditor- und Kuchenkenner selbstverständlich in der Lage ist, einen Mandelkuchen auch auf die Distanz leicht zu erkennen. Und natürlich hat er recht und so kommen wir tatsächlich auch gleich zu unserem Stück Mandelkuchen.

Das Konzept der Räder hat sich in diesem Jahr etwas geändert und so bekommen wir sie heute angeliefert, statt sie selbst abzuholen. Ich fahre diese Woche ein Rädchen von Storck, statt auf einem mit Unterschrift. Das Rad ist unheimlich leicht, sieht aber ganz schön dick aus. Der Zeugwart montiert mir noch meinen Sattel drauf und meine Oberrohrtasche und dann suchen wir noch einen Platz für meinen kleinen Garmin. Als auch der gefunden ist, beginnt es wieder zu regnen und wir verkrümeln uns erneut nach drinnen. Irgendwie bin ich ganz schön müde. Also lege ich mich einfach noch mal hin, denn immerhin ist das hier ja auch Urlaub und es bringt auch nichts, wenn ich total geschafft in die Radwoche starte.

Als ich wieder wach werde, ist es deutlich voller auf der Finca, als noch vor Stunden. Es regnet noch immer, aber mit netter Gesellschaft ist das total egal. Außerdem wird es morgen wieder herrlich sonnig und wunderbar warm, so dass die Natur heute den Regen gut vertragen kann. Wir essen in sehr netter und lustiger Runde alle gemeinsam zu Abend und planen die morgigen Radausfahrten in den verschiedenen Gruppen.

Wieder einmal bin ich davon überzeugt, dass das eine tolle Zeit werden wird. Einfach so, weil jetzt schon alles passt.

Clauditries

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

Meine Kontaktdaten findet Ihr im Impressum!
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Über Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind. Meine Kontaktdaten findet Ihr im Impressum!