Pläne im Kopf


Schon vor Monaten haben wir uns für den Wings for Live Run angemeldet. Ein Spendenlauf, ein Lauf für die, die nicht laufen können, von Läufern, die einfach das tun, was sie gerne machen. Man rennt auf der ganzen Welt zur gleichen Zeit los und wird durch ein sogenanntes Catcher Car, eine bewegliche Ziellinie, irgendwann eingefangen. Wann das passiert kommt auf die eigene Leistungsfähigkeit an, das Auto fährt überall auf der Welt zur gleichen Zeit los und erhöht, nach einem vorher festgelegten Plan, seine Geschwindigkeit stetig.

Der Start ist Weltweit am Sonntag um 13h. Ich hatte große Pläne für diesen Lauf. Weil ich im Tricamp Rookie Programm ja seit November nach Trainingsplan trainiere, die Reha vorbei ist und nach Adam Riese bis zu diesem Wochenende deshalb deutliche Fortschritte in allen Disziplinen verzeichnen kann. Dachte ich mir. So isses aber nicht, wie wir wissen und deshalb bin ich hin und hergerissen. Laufen für die, die es nicht können. Es gibt ja tatsächlich fiese Krankheiten auf der Welt.

Wie immer gibt’s zu allem auch hier eine Geschichte und ich finde die Idee hinter dem Lauf echt top. Trotzdem tue ich mir mit dem Walken derzeit schwer. Nicht, weil ich nicht walken könnte, sondern einfach deshalb, weil ich lieber laufen möchte. Ich möchte so schnell rennen wie es geht und so weit wie möglich kommen. Ich will unvernünftig sein und alles geben, bis nichts mehr geht.

Morgen ist übrigens der Pulmonale Hypertonie Tag um auf die Krankheit aufmerksam zu machen, die der Kardiologe bei mir diagnostiziert hat. Es gibt ja jeden Tag irgendwas zu gedenken, aber irgendwie ist es an diesem Wochenende für mich besonders. Ich werde also am Sonntag für die, die nicht laufen können, so weit walken, wie es eben nur geht, und mir den Rest des Laufes dann im Fernsehen anschauen. Servus TV überträgt live aus den einzelnen Ländern.

Manchmal kommt es eben anders, als man es ursprünglich geplant hat. Allerdings wäre aufgeben auch doof und nicht mitmachen ebenfalls. Und man kann erfreulicherweise ja doch meistens das Beste aus allem rausholen. Nichts passiert ohne Grund und irgendwie hat doch immer alles einen Sinn. Und vielleicht ist Walken auch gar nicht so schlecht, weil ich dann mal ein Foto machen kann, was beim Laufen ja nicht so gut klappt?

Und zusätzlich sehe ich die Tricamp Familie, weil wir uns zum gemeinsamen Laufen verabredet haben. Da schaut auch keiner komisch, wenn ich walke und alle verstehen, dass alles geben in jedem selbst steckt. Denn meine Ziele stecke ich mir immer noch selbst. Zumindest im Moment noch.

Clauditries

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind. Meine Kontaktdaten findet Ihr im Impressum!