Insektenhotel ausgebucht


Manchmal ist es einfach das Beste aus etwas zu machen. Die Unklarheit könnte einen in den Wahnsinn treiben, oder aber, man kauft sich einfach eine neue Laufhose und beschließt, dass gelaufen wird, so lange es eben noch geht. Und heute geht es und zusätzlich will die hübsche Hose ja auch mal raus. Jahrelang sagte der Spiegel, dass eine solche Hose bei meinen Beinen zum Fürchten aussähe und überhaupt gar nicht mit dem Athletinnenkörper kompatibel sei. Einen Körper wie Karla Kolumna oder wie den der Tricamp Chefin bräuchte man da, oder die Beine von Kimberly, aber auf gar keinen Fall meine. Der Spiegel war erbarmungslos und ich schlich wirklich jahrelang um eine solche Hose drumrum.

Man, war das bescheuert. Echt. Dabei gefallen mir diese Hosen so gut. Kürzlich also, auf dem Weg nach München habe ich zugegriffen und eben diese tolle Hose gekauft. Die Chefin hatte recht, ich soll doch einfach machen und auch der Zeugwart hat mitgeteilt, dass der Spiegel sich in diesem Fall getäuscht hat. Und tatsächlich ist die Hose toll und gefällt mir an mir selbst auch außerordentlich gut. Und im Spiegel sieht’s auch prima aus.

Heute führe ich also die neuste Errungenschaft aus. Der Wetterbericht war vernichtend schlecht für diesen Feiertag und hat sich nun als nicht richtig herausgestellt. Nachdem ich auf diesem Blog eine neue Lösung zum Beitragsabonnement installiert und getestet habe, ist es also an der Zeit, die Hose auszuführen. Ich gehe eine Runde walken und der Zeugwart geht laufen. Wir hätten auch radeln können, aber später sind wir bei der Teamchefin und dem kleinen Sportkind und da will ich mich nicht vollkommen abschießen. Obwohl das Rad fahren natürlich für den Giro d’Italia passender gewesen wäre. Na ja.

Beim walken sehe ich so viel mehr von der Welt, als wenn ich laufe, das ist wirklich beeindruckend. Heute habe ich auch andere Gedanken im Kopf, als beim Wings for Life in München. Vielleicht, weil ich alleine bin? Oder weil es gute und schlechte Tage gibt. Oder, weil eben manches einfach so ist, wie es eben ist. So, wie die Hose, die sich ganz wunderbar anfühlt und die sich auch großartig walken läßt.

Es ist zwar bewölkt, aber trotzdem auch zum walken im T-Shirt toll temperiert und außer, dass ich jede Menge Kleinigkeiten in der Natur entdecke und wir hier ein neues Insektenhotel mitten im Feld stehen haben, bei dem heute Matratzenwechsel zu sein scheint, gibt’s auch noch neue Schilder und ganz viel Natur. Im Insektenhotel ist wirklich die Hölle los, es gibt zahlreiche Käfer, die zu Fuß anreisen, aber auch umso mehr fliegende Gesellen, die hier rumsummen.

Dagegen ist bei den nahe gelegenen Bienenstöcken kaum etwas los. Hier wird anscheinend noch ausgeschwärmt, zumindest ist nur vereinzelt mal eine Biene zu sehen, die aber garantiert auch hier rumfliegen würde, wenn der Bienenstock nicht um die Ecke stehen würde. Mir begegnen ein paar gut erzogene Hunde, was ich sehr angenehm finde. Könnte aber auch sein, dass die einfach bei einem Walker weniger aufgeregt sind, als wenn ich vorbei jogge? Egal. Ich finde aber die Annahme, dass sie gut erzogen sind, ganz sympathisch.

Ich erweitere meine Runde heute etwas und bin dann erst kurz vor dem Zeugwart daheim. Es war schön heute im Feld.

Clauditries

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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