Kühles Lauf ABC


Für heute haben wir einen genialen Tagesplan, das liegt daran, dass Lovis und ihr Räuberhauptmann heute das Rädchen, was in Hamburg einen tollen Wettkampf absolviert hat, bei Karla Kolumna abholen. Und weil einfach nur hin – und herfahren ja auch irgendwie doof wäre, gehen wir alle gemeinsam zum Mittagessen. Und da das um 12h statt findet und der Zeugwart vorher noch ein paar achillessehnenfreundliche Socken im Falkeladen in Frankfurt kaufen möchte und ich nicht weiß, wie lange wir später sitzen und wie viel Lust ich dann noch auf Sport habe, gehe ich gleich nach dem Aufwachen laufen.

Da unser Nachbar in unserem doch recht dicht bebauten Wohngebiet einen Hahn hält, sind wir sowieso täglich recht zeitig wach. Der Hahn kümmert sich nicht um meine Aufstehzeit, der kräht einfach, wie es ihm passt. Ich bin also früh wach und beschließe die Kühle des frühen Morgens auszunutzen und das mir selbst verordnete Lauf ABC vor dem Frühstück durchzuführen. Vielleicht habe ich Glück und es sind noch nicht so viele Leute unterwegs, die mein rumgehopse beobachten und beurteilen wollen? Weiß man nicht. Ich ziehe mich also um und teile dem Zeugwart meinen Plan mit. Ich laufe mich zwischen 10 und 15 Minuten ein, dann mache ich rund 20 Minuten Lauf ABC, weil meine Übungen einfach so lange dauern, und dann laufe ich wieder heim.

Er wünscht mir viel Erfolg, ich nehme mein Spray, ziehe die Schuhe an und stöpsel mir mein Hörbuch ins Ohr. Mit meiner Lauf ABC Übungsabfolge in der Bauchtasche mache ich mich auf den Weg. Mein Hörbuch, ein historischer Roman, ist extrem kurzweilig und schon bin ich 11 Minuten von daheim entfernt und gar nicht so extrem geschafft, wie noch am Mittwoch. Einbildung ist auch eine Bildung. Ich wähle eine entsprechende Strecke, direkt an einer Lichtung, aus, bei der sich das Lauf ABC sicherlich ganz gut durchführen lässt. Fußgelenksarbeit fällt mir leicht, so war es auch schon am Mittwoch, glaube ich. Allerdings muß man auch nicht besonders doll rumhüpfen, es ist mehr ein tänzeln. Trotzdem bin ich schrecklich langsam.

Aber die Chefin hat mitgeteilt, dass man es am Anfang langsam und sauber ausführen soll und ich mich dann sowieso automatisch steigern werde. Ihre Worte zählen, obwohl ich das jetzt nicht so wirklich glauben kann. Sie hat auch behauptet, dass es mit der Zeit leichter wird und tatsächlich brauche ich heute schon weniger Pausen auf dem ABC Weg, als am Mittwoch. Es sind auch über 15°C weniger, aber natürlich bin ich fest davon überzeugt, dass bereits eine Verbesserung, also ein Trainingseffekt eingesetzt haben muß. Das wäre ja gelacht, immerhin ist das Lauf ABC Trainingseinheit Nummer 2, da lässt sich ja wohl eine Verbesserung erwarten, oder?

Ich absolviere die Übungen akribisch. Außer beim SchwimmGuru habe ich noch nie so genau auf die Ausführung geachtet und auch sonst solche Musse gezeigt, um mir etwas zu erarbeiten. Ich schaffe alle Übungen wirklich so, wie ich sie in den Videos gesehen habe. Zumindest ist das mein Gefühl. Wahrscheinlich sieht es in Wahrheit schrecklich aus und hat keinerlei Ähnlichkeit mit dem, was Arne Gabius in seinen Videos gezeigt hat, aber wenn man sich gut fühlt, ist das ja schon mal nicht schlecht. Und gerade den Kniehebelauf, den ich wirklich extrem anstrengend finde, den mache ich wirklich so, wie angesagt. Denn wo mein Knie ist, das sehe ich ja.

Tatsächlich dauert es auch heute wieder rund 20 Minuten und dann kann ich sogar den kompletten Weg heim laufen und brauche keine Gehpause. Ganz sicher ein „ich laufe früh, wenn es noch kühl ist“ Effekt.

Clauditries

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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