Auch kleine Fortschritte zählen


Dank des Jahrhundertsommers und unserem Nachbarn, der uns ja seit einigen Monaten mit der Haltung von mehreren Hähnen in nur wenigen Metern Entfernung zu unserem Schlafzimmer erfreut, bin ich heute früh wach und denke sofort an Sport. Heute will ich wieder Lauf ABC machen, weil es eben auch nichts bringt, wenn man es nie macht. Nur daran denken nützt weder meinem Kniehub noch dem Winkel zwischen Ober- und Unterschenkel. Die Chefin sagt zweimal die Woche soll ich das machen und weil der Tonangeber niemals nicht seiner Frau in die Kandarre greifen würde, sagt er auch nichts dagegen. Fast alle anderen Tricamp Rookies haben das Rookie Projekt mittlerweile schon zum Abschluß gebracht. Die guten Wettkampfergebnisse hageln nur so auf die Rookietruppe nieder und praktisch jeder zeigt Wettkampfbilder und Medaillien. Der Haufen derer, die in diesem Rookieprojekt bisher keinen Wettkampf absolviert haben, ist recht überschaubar. Ich bin aber nicht ganz alleine, was auch wieder irgendwie schön ist. Zumindest glaube ich das.

Da der Schwimmwettkampf, für den ich mich angemeldet habe, derzeit dank Hitze auch in Gefahr ist und vielleicht abgesagt wird, ist bei mir also noch nicht mal das wirklich in Sicht. Trotzdem schadet das Lauf ABC auf keinen Fall, denn besser laufen zu können, so dass es mir auch mal wieder richtig Spaß macht einen längeren Lauf zu machen, das wäre doch so richtig klasse. Ich ziehe mich also heute wieder ziemlich früh an. Nicht so früh, dass der Garmin Hierarchie Computer mir dafür eine Auszeichnung verleihen wird, aber doch so früh, dass es noch deutlich unter 30°C warm ist. Geradezu verlockend kühl ist es draußen und ich kann mir gar nicht vorstellen, dass heute der heißeste Tag des Jahres werden soll. Ich laufe mich ein, eine kleine, aber groß genuge Runde, damit die Chefin nicht sagen kann, dass ich ihre Anweisungen nicht befolge, und hänge noch eine kleine Schleife dran. Hier wollte ich schon immer mal schauen, was in diesem kleinen Wendehammer ist und zusätzlich fühle ich mich auch topfit und hänge deshalb noch ein paar Minuten dran.

Mein Lauf ABC Übungsareal ist heute gepflastert mit Leichen. Hier hat anscheinend eine Katze heute Nacht zahlreiche Feldmäuse erlegt und statt die Beute mit heim zu nehmen und dem Herrchen auf der Fußmatte zu platzieren, hat die Katze mir alles hier liegen lassen. Ich verlege mein Lauf ABC um ein paar Meter. Das Schlachtfeld ist mir doch etwas zu tretminenlastig und so beginne ich etwas abseits mit meinen Übungen. Mittlerweile klappt die Fußgelenksarbeit schon recht routiniert und ich kann das wirklich schon ziemlich flott. Kein Vergleich zur Chefin und ihrer grazilen Art, aber ich glaube tatsächlich ein Unterschied zum Beginn dieses Lauf ABC Experimentes zu bemerken. Obwohl ich es wirklich nicht nicht lange mache. Aber kleine Fortschritte sind auch welche.

Ich arbeite mich durch den kompletten Zettel, habe das Gefühl, dass ich auch meine Knie beim Kniehebelauf etwas höher bekomme, als noch beim letzten Mal und schwitze richtig ordentlich. Es ist trotz der frühen Stunde schon ziemlich warm, den Heimweg kürze ich deshalb etwas ab. Richtig gelohnt hat sich die Abkürzung aber nicht, im Endeffekt war ich vielleicht 100 m weniger unterwegs. Na ja… der Kopf halt.

Clauditries

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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