Motiviert durchs Dorf


Nachdem ich ja gestern bereits hochmotiviert mit meinen neuen Laufschuhen durch die Gegend gehüpft bin und sogar noch Brötchen geholt habe, glaube ich, dass ich das heute einfach wiederholen kann. Warum denn auch nicht? Ich habe ja noch ein weiteres paar Laufschuhe und kann natürlich auch ganz bestimmt eine lockere Lauf ABC freie Runde durch das Dorf drehen. Es ist heute auch wieder total warm und wir sind später auch noch als Umzugshelfer für Karla Kolumnas Umzug, aber so ein Läufchen ist doch sicherlich drin. Ich habe richtig Lust zu laufen! Unglaublich, dass das bischen auf Lauf ABC schon so viel für die Motivation bringt.

Natürlich kennt der Nachbarliche Hahn keinen Unterschied zwischen Samstag, Sonntag oder einem normalen Wochentag und so sind wir auch heute wieder früh wach und wollen die Runde gemeinsam laufen. Beim Zeugwart bin ich nicht ganz so begeistert, dass er auch laufen gehen möchte, weil seine Achillessehne vielleicht einen Tag Pause ganz nett finden würde, aber Männer wissen ja meistens alles besser und zusätzlich will ich auch nicht immer reinreden. Wir sind alle erwachsen und da wird das schon passen. Wir ziehen uns also an, ich gebe meiner Uhr noch flott ein bischen Saft, denn die noch vorhandenen 12% reichen für mein Läufchen heute sicherlich nicht aus. Im Geiste habe ich Großes vor.

Und auch als wir unten auf der Strasse stehen und die Uhren das GPS Signal per Pieps bestätigen, bin ich noch frohen Mutes. Wir traben locker nebeneinander her, und trotz der schon jetzt am frühen Morgen ordentlichen Temperaturen, geht’s mir wirklich ganz leicht von der Hand. Die Bauchtasche ist auch ohne dass man Lauf ABC macht ganz hilfreich, denn wir wollen heute wieder Brötchen mitbringen und dann ausgiebig daheim frühstücken. Mir geht’s ganz gut heute. Ich habe an das Spray gedacht und bin nicht zittrig oder so dadurch. Aber besonders gut fühle ich mich jetzt auch nicht. Dafür kann das Spray aber natürlich auch nur bedingt etwas. Das gute Gefühl kommt ja schließlich auch bzw. vor allem vom Trainingszustand. Und der ist nun mal noch nicht so wirklich da. Sieht zumindest mal danach aus.

Irgendwie schade, dass meine Tricamp Rookie Zeit ja nun langsam aber sicher dem Ende entgegengeht und ich mich weder so richtig als Rookie, noch als Triathlet oder gar als Sportler fühle. Meine Perspektive hat sic anscheinend verdreht, anders kann ich mir das nicht erklären. Ich liebe das Radeln und bin da auch ganz gut trainiert, ebenso geht’s mir mit dem Schwimmen. Da schaue ich schon recht weit in die Zukunft und freue mich, wenn ich im Herbst und Winter dann wieder Zeit für den SchwimmGuru habe. Nicht, dass er jetzt keine Zeit hätte, aber ich bin im Frühling und Sommer so viel unterwegs und jede Woche ist irgendwas anderes, dass ich nicht das Gefühl habe, genügend Zeit für die Trainingseinheiten zu haben. Denn wenn der SchwimmGuru mir was zeigt, dann will ich seinen Plan ja schließlich auch umsetzen. Meine Nachfrage, ob er mich dann mit jemandem zusammenstecken könnte, hat er übrigens mit einem Hinweis auf meine Schnelligkeit und mein gutes Schwimmniveau beantwortet. Da müssen wir nämlich erst mal schauen, ob ich mit jemandem zusammenpasse. Musik in meinen Ohren. Ich freue mich über das versteckte Lob.

Warum nur ist das mit dem Laufen so schwer?

Die beiden Bäcker im Dorf haben zu und wir müssen ohne Brötchen wieder heim rennen. Beim Zeugwart sieht’s auch nach rennen aus, bei mir eher so, als sollte ich mal Lauf ABC machen. Meine Beine sind schwer, die Schuhe wiegen Tonnen und ich fühle mich extrem untrainiert und gar nicht sportlich. So gar nicht rookiefit. Ich mache eine Gehpause, weil ich richtig schnaufe. Das soll das Spray ja eigentlich verhindern und ich kann nun wirklich schwer einschätzen, ob ich schnaufe, weil das Spray nichts hilft, oder weil es hilft, aber eben nicht zaubern kann. Schöner wäre Ersteres, weil das nicht impliziert, dass ich einfach schlecht trainiert bin. Aber wahrscheinlicher ist natürlich Lösung Nummer zwei. Das Spray kann nicht zaubern. Nach 30 Metern Gehpause kann ich dann vollkommen ohne japsen und schnaufen weiter laufen. Das ist wirklich sehr komisch und ich muß mir überlegen, ob es nun das Spray oder der Trainingszustand ist. Oder Beides, was natürlich auch immer sein kann. So viel schneller war der Zeugwart jetzt auch gar nicht, weil er nun gerade erst zum Brötchen holen fährt. Und das trotz meiner Gehpause.

Vielleicht gibt’s ja irgendwo ein Laufrookieprojekt? Das wäre doch eine gute Sache für mich. Und Schwimmen und Radeln mache ich dann als Alternativsportart? Ein Laufziel hätte ich auch schon vor Augen. Der Rock n‘ Roll Halbmarathon in Liverpool, durch die Stadt der Beatles hat es mir ja angetan. Oder so ein Disney Halbmarathon, Prinzessin, Klonkrieger oder Goofy… das wäre auch ein tolles Laufziel. Und natürlich der Frankfurt Marathon. Aber im Moment sind die alle wirklich sehr weit weg. Sehr weit. Neue Schuhe hin oder her.

Clauditries

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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