Abwechslung tut gut 2


Wir sind heute mit der Provinzlerin und dem Star Lord verabredet. Die wohnen ja zeitweise im bergigen Vogelsberg ganz in der Nähe vom Hoherodskopf und, weil ich anscheinend- vollkommen geistig umnachtet war, bei der Detailabsprache, wir nehmen unser Laufzeug mit. Die Provinzlerin und der Star Lord sind extrem sportlich, der Star Lord läuft, was die Beine hergeben und will mit dem Zeugwart ein bisschen durch die Gegend rennen. Ein Berglauf schadet zur Abwechslung sicherlich nicht.

Auf meinen Trainingsplan hat die Chefin heute Lauf ABC geschrieben. Ich soll mich 20 Minuten einlaufen und dann 20 Minuten Lauf ABC machen um mich dann wieder auszulaufen. Wahrscheinlich bin ich nach den 20 Minuten mit der Provinzlerin auf ihrem Berg schon total fertig, sie dagegen wird leichtfüßig neben mir her hüpfen, ähnlich wie es der Flummi auf der Arbeit öfter mal tut. Wir packen unsere Klamotten ein und während ich packe, überlege ich, dass es ganz klug wäre nicht nur auf die Temperaturen die wir hier haben eingestellt zu sein, sondern auf eine Etage kältere Temperaturen. Denn im Vogelsberg ist es oftmals deutlich kühler, als bei uns. Ist ja auch bergig.

Als wir ankommen werden wir bereits in Laufklamotten begrüßt und so ziehen wir uns flott um und schon kann es losgehen. Eigentlich erwarte ich noch etwas Verzögerung, weil meine Uhr erst mal das GPS Signal finden soll, aber tatsächlich bin ich kaum draußen im Garten, da piept sie schon ihre Bestätigung und wir können loslegen. Im Grunde laufen die Provinzlerin und ich erst mal hinter den Männern her. Die laufen etwas schneller, bleiben aber bis wir nach 10 Minuten (und immer nur Berg auf) umdrehen, immer in Sichtweite. Und eigentlich sogar in Rufweite. Als wir wieder Berg ab laufen, weil wir zurück zu einem weitestgehend ebenen Stück Weg zurück möchten, damit wir das. Lauf ABC möglichst ohne zusätzliche Belastung machen können, kann ich sogar noch toll beschleunigen.

Generell könnte es ja immer Berg ab gehen. Das wäre mir beim Lauftraining eigentlich immer recht. Nicht steil Berg ab, aber so leicht abschüssig wäre ganz cool. An der ziemlich ebenen Strecke angekommen bin ich auf einmal der Lauf ABC Experte. Die Provinzlerin macht die Übungen so gut wie nie, also erkläre und zeige ich ihr, wie ich sie ausführe. Natürlich immer in der Hoffnung, dass ich es richtig mache und ihr nicht auch noch was falsch vormache. Die Fußgelenksarbeit ist heute für mich anstrengend. Vielleicht, weil das hügelige Laufen anstrengender ist, als das Laufen im Flachland, was ich sonst immer mache? Aber Abwechslung ist wichtig und tut gut. Also im Moment jetzt nicht so sehr, aber ganz sicher tut es gut und ich werde das irgendwann auch realisieren.

Wir arbeiten uns die Übungen entlang und manchmal ist die Provinzlerin deutlich kreativ in der Umsetzung. Koordinativ ist es auch nicht einfach, das stimmt, vor allem, wenn man wirklich davon überzeugt ist, dass die Übung eben genau so geht, wie man sie eben durchführt. Wir machen den Kniehebelauf, der total sauanstrengend ist, und die Provinzlerin absolviert den Hopsalauf. Der ist zwar auch nicht ohne, aber nicht das, was wir machen sollen. Die Chefin schreibt die Übungen ja nicht umsonst auf. Sonst könnte sie ja einfach schreiben, dass wir 20 Minuten lang Hopsalauf machen sollen. Das wäre auch großartig. Steht aber heute nicht so drauf. Die Provinzlerin sagt mehrfach „ach so, ja dann“ und macht dann doch weiter Hopsalauf statt Kniehebelauf und ich erinnere mich an die Lauf ABC Trainingsstunde in Zell, bei der die Chefin sich richtig Zeit genommen hat, damit ich alles lerne.

Leider macht die Wade der Provinzlerin nicht so gerne Lauf ABC, wie wir und wehrt sich vehement gegen die Übungen. Gerade alles zum Vorfußlaufen findet die Wade blöd und so mache ich die Sprints alleine, während die Provinzlerin versucht der Wade mit Dehnungen Herr zu werden. Meine Sprints klappen großartig und als es um das Auslaufen geht, treffen wir auf die Männer und der Star Lord begleitet mich noch das Stück bis zum Haus.

Wir verbringen noch ein bisschen Zeit auf der Blackroll ehe es dann unter die Dusche und zum Abendessen geht. Das andere Laufrevier hat total viel Spaß gemacht. Irgendwie würde ich sowas gerne öfter machen. Ich brauche einfach mehr Zeit.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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2 Gedanken zu “Abwechslung tut gut

  • Die Provinzlerin

    Hihihi, ja, es hat sehr viel Spaß gemacht. Sehr gerne wieder :-)….aber vermutlich haben wir beim nächsten „Zeitfenster“ schon Schnee?!
    Aber es gibt bestimmt auch Schnee-Lauf-Übungen, welche ich kreativ umsetzen kann?!

Kommentare sind geschlossen.