Die Welt erwacht


Wie schon am Dienstag angenommen, klappt es zeitlich mit dem Lauf ABC am Mittwoch nicht. Ich habe nicht nur ziemlich viel Chaos auf der Arbeit, ich habe zusätzliche Probleme mit der Konnektivität der Computer und ich habe viele Termine, die es mir nicht gestatten einfach mal 1 Stunde nicht da zu sein. Obwohl das komisch ist, denn als so wichtig hätte ich mich überhaupt gar nicht eingeschätzt. Bin ich sicherlich auch nicht, aber manchmal ist eben einfach der Wurm drin. Gestern ist das Lauf ABC dann also ausgefallen. Wir hatten Abends noch Karten für den Comedian Luke Mockridge und waren deshalb auch erst gegen Mitternacht daheim.

Die Nacht ist also wirklich kurz, als der Wecker um kurz vor 5h klingelt und ich früh aus dem Bett hüpfe um den Zeugwart nicht zu wecken. Ich ziehe mich um und will zum Lauf ABC nach draußen. Denn heute wird wieder ein wilder Tag auf der Arbeit und ich bin mir ganz sicher, dass ich heute wieder nichts schaffe, wenn ich es nicht vor den Arbeitstag lege. Während des Arbeitstages kommt doch eh wieder etwas dazwischen und im Anschluß bin ich geschafft. Außerdem wird es ganz sicher bereits dunkel sein, wenn ich heute Abend heim komme, dann will ich auch nicht noch mal los. Die morgendliche Dunkelheit, die langsam in den Sonnenaufgang mündet hat eine ganz andere Wirkung, als die Dämmerung oder die Dunkelheit am Abend. Finde ich.

Ich soll mich heute einlaufen, dann 20 Minuten Lauf ABC machen und mich dann wieder auslaufen. Die Übungen vom Lauf ABC soll ich ordentlich durchführen und voll erholt beginnen, das heißt, ich darf ruhig längere Pausen machen, wenn sie nötig sind. Wie schon am Dienstag beim Schwimmen, ist es wichtig, die Technikübung sauber durchzuführen. Wenn ich keine Kraft dafür habe, dann lieber noch mal pausieren und erst wieder loslegen, wenn die Luft passt. Heute früh habe ich viel Kraft, obwohl ich nüchtern laufen gegangen bin, das passt sonst alles zeitlich nicht. Ich frage mich, wie gut es wohl laufen würde, wenn ich auch noch gefrühstückt hätte?

Meine Knie fliegen, meine Fersen berühren bei jedem Anfersen meinen Hintern und das liegt nicht daran, dass der Hintern dicker geworden wäre. Hoffe ich zumindest. Ich hüpfe und springe, beschleunige und brauche tatsächlich kaum Erholung. Da all unsere Nachbarn ihre Häuser und sich mit Bewegungsmeldern umgeben haben, gibt’s gerade bei den Sprungläufen, bei denen ich ein paar Häuser passiere, eine wunderbare Lichtorgel. Während die Welt um mich rum langsam erwacht, denkt sich jede Lampe sicherlich ihren Teil und findet, dass diese morgendliche Bewegung auf der Straße total unsinnig ist. Ist sie aber nicht. Also zumindest nicht, wenn es ums Laufen geht. Über die Uhrzeit können wir uns natürlich streiten, klar. Aber wozu habe ich einen Trainingsplan, wenn ich den nicht umsetze?

Heute steht eigentlich schwimmen auf dem Plan. Falls ich heute also noch einen Lichtstrahl im Zeitplan entdecke, nehme ich meinen Schwimmrucksack mit ins Auto. Ich vermute aber, dass das nicht der Fall sein wird. So ist es dann auch leider. Ich bin gegen 20:30h heute zu Hause und auch wirklich sehr müde. Zusätzlich ist es mittlerweile richtig dunkel, so dass ich froh bin, dass das Lauf ABC, was ja von gestern übrig geblieben ist, am frühen Morgen absolviert wurde. Zum schwimmen schaffe ich es heute nicht mehr. Was die Chefin wohl davon hält? Manchmal regiert die Arbeit mein Leben mehr, als die Chefin. Morgen will ich ein Koppeltraining machen, weil das auf dem Plan steht. Ich werde alles dafür geben, das einzubauen, obwohl die Arbeit natürlich ruft und sich das Chaos nicht spontan gelichtet haben wird. Und obwohl wir Abends eingeladen sind. Ich habe nicht viele Möglichkeiten.

Clauditries

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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