Alle unter einer Decke


Die Chefin hat für den heutigen Samstag einen Kraftzirkel auf den Plan geschrieben. Wahrscheinlich, weil sie denkt, dass mir der Kraftzirkel vom letzten Sonntag nach dem Rad fahren gefallen hat. Was habe ich da bloß falsch gemacht? Ich dachte, ich hätte klar und deutlich kommuniziert, dass ich viel lieber auf der Couch ein Päuschen gemacht hätte, aber offensichtlich ist die Chefin bei dem Wort Couch taub. Wenigstens muß ich heute nicht vorher radeln.

Meine Beine sind vom gestrigen Koppeltraining auch noch ziemlich schwer. Und dann haben wir heute auch einen extrem umfangreichen Samstag, ich glaube, ich habe mein Schritteziel bereits um 13h erreicht. Das liegt einfach daran, dass wir heute viele Erledigungen vor der Brust haben, die alle abgearbeitet werden wollen und dann, spät am Tag, als ich eigentlich auch wieder viel lieber auf der Couch rumliegen würde, da erinnert mich der Zeugwart daran, dass für heute noch Sport auf meinem Tagesplan steht. Woher weiß er das? Steckt er mit der Chefin unter einer Decke?

Eigentlich stecken wir ja alle zusammen unter einer Decke. Ziemlich große Decke, oder? Na ja, da stecken wir also nun und natürlich ziehe ich mir meine Sportklamotten an, als wir am Abend wieder daheim sind. Das liegt einfach daran, dass die Chefin schon wissen wird, was sie aufschreibt und ja nichts für meine Arbeitswoche kann. Und auch nichts für meine Samstagsplanung. Immerhin hätte ich die 30 Minuten Kraftzirkel auch schon heute früh absolvieren können. Aber da lag ich lieber noch eine Idee länger im Bett. Aber wer länger schlafen kann, der kann auch abends noch einen Kraftzirkel machen.

Ist irgendwie so wie früher, als es hieß, wer feiern kann, kann auch arbeiten. Und schon das hat nicht wirklich gestimmt… aber da in dieser Woche schon die zweite Schwimmeinheit ausgefallen ist, will ich jetzt nicht auch noch den Kraftzirkel ausfallen lassen. Es ist auch nicht besonders motivierend, wenn immer etwas ausfällt. Obwohl schlafen oder rumgammeln auch ganz schön wäre. Kann ich aber dann am Montag, denn Montag ist Ruhetag bei der Chefin im Trainingsplan.

Beim Kraftzirkel jongliere ich mit ein paar unterschiedlichen Übungen, während Batman sich in Gotham City um die Verbrecher kümmert und dabei selbst zum Gesetzlosen wird.

Ich versuche mich an Liegestütz, Kniebeugen und Sit ups. Ich mache Crunches als gäbe es kein Morgen und ich versuche mich an Unterarmstütz. Ich wußte gar nicht mehr, wie anstrengend solche Athletiktrainings oder Krafteinheiten sind. Das habe ich irgendwie verdrängt. Aber jetzt erinnere ich mich. Natürlich bringt mir das nichts, weil ich es ja trotzdem absolvieren muß, egal ob anstrengend, oder eben nicht. Ich arbeite mich konsequent durch, wie die Chefin es aufgeschrieben hat und weil ich mir nicht sicher bin, ob jetzt 30 oder 45 Minuten auf dem Plan stehen, mache ich 45 Minuten. Wo ja schon das zweite Schwimmtraining ausgefallen ist diese Woche, mache ich wenigstens ordentlich Kraftzirkel.

Morgen steht radeln auf dem Plan. Ich soll zwei Stunden unterwegs sein und dabei den Spätsommer genießen. Nach den Übungen heute und dem Koppeltraining gestern bin ich mir nicht sicher, ob ich überhaupt auf’s Rad hochkomme, aber das werde ich dann morgen sehen.

Clauditries

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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