Wenn ein Test daneben geht


Was ist denn da bloß los? Da kommen wir gut erholt, ritze braun gebrannt und voller neuer Eindrücke aus Hawaii zurück, und dann ist es hier eiskalt. Hätte man natürlich auch ahnen können, wenn man Ende Oktober zurück nach Deutschland reist, aber auch Weihnachten kommt ja oft überraschend. Wir sind nach einem Zwischenstop in San Francisco gestern zurück gereist. So

ein Zwischenstopp wird landläufig empfohlen, um die 12 Stunden Zeitverschiebung zu Hawaii etwas abzupuffern. Wir haben diesbezüglich unser Bestes gegeben, da ich allerdings heute trotzdem bereits um 4h wach werde, bin ich nicht sicher, in wie weit es von Erfolg gekrönt sein wird.

Wenn so ein Tag um 4h startet, kann es zum Nachmittag hin ganz schön langatmig werden. Ich muß heute wieder arbeiten und bin so ganz gut abgelenkt. Zusätzlich gibt’s ja auch jede Menge Wäsche zu waschen und Koffer auszupacken. Ehe mich die Müdigkeit dann zu sehr in ihren Bann zieht, lege ich die Laufklamotten an und breche auf zu meinem Abschlußtraining vor dem anstehenden Einsatz als Staffelläufer beim Frankfurt Marathon.

Tatsächlich haben wir immer noch nur 13°C, es weht ein leichter Wind und ich ziehe mich mal ordentlich warm an. Dann sieht zwar keiner meine Urlaubsbräune, aber man kann eben auch nicht alles haben. Das Winteroberteil habe ich gefühlt Monate nicht angehabt und ich ziehe zusätzlich noch eine Weste drüber. Ich brauch schließlich nicht gleich wieder eine Erkältung. Ich fühle mich heute nicht fit. Und tatsächlich merke ich es auch gleich. Die ersten Schritte laufen sich nur schleppend. Eigentlich sogar noch langsamer, als schleppend. Meine Beine sind wie Blei. Kein Vergleich zum Lauf auf dem Ali’i Drive, der mir nicht super leicht gefallen ist, aber durchaus spritziger war, als das hier heute.

Ich kürze ab. Statt der geplanten 30 Minuten laufe ich heute nur die Hälfte. Ich bin froh, dass ich die aber durchlaufe und trotz Müdigkeit nicht ins Gehen überwechsle. Am Sonntag soll ich 6km laufen. Wie soll das denn bitte gehen? Das ist Zustand jetzt schlichtweg nicht möglich. Ich hoffe, Lovis weiß, dass sie sich auf eine lange Wartezeit einstellen muß. Mein Part wird zäh, langsam und sicherlich enttäuschend. Die arme Chefin, jetzt haben wir alles gegeben und dann schaffe ich zwei Tage vor dem Staffeleinsatz noch nicht mal 4km.

Nach der Dusche falle ich auf die Couch und schlafe sofort ein. Aber nur knapp zwei Stunden. Immerhin muß ich den Jetlag klein kriegen.

Clauditries

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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