Seher und Fühler


Das Wochenende war geprägt von Kommentaren, Knie kühlen, Knie hochlegen und Pläne schmieden. Ich muß das Kniethema wirklich noch mal angehen, da beißt die berühmte Maus keine Faden ab und es wäre auch total bescheuert sich in sein Schicksal zu ergeben und kampflos hinzunehmen, dass Laufen nichts ist und ein angeschwollenes, unbewegliches Knie dazugehört. Egal wie oft der Radiologe sagt, dass ein Knochenödem Zeit braucht, fünf Jahre sind einfach zu lang. So lange kann es einfach nicht dauern, schlichtweg nein. Unmöglich. Es ist ja nicht so, als wäre mir fast das Bein abgefallen damals, ich bin auf’s Knie gefallen. Mein Körper schafft es, dass mein Ohrloch innerhalb von ein paar Tagen zuwächst (zu meiner vollkommenen Überraschung) und ein Knochenödem bleibt mir erhalten? Nein.

Ich ziehe nun alle Register, die mir möglich sind. Als Patient sind mir zwar oft die Hände gebunden, aber erst mal gehe ich in die Vollen. Am Donnerstag ist mein Termin beim Orthopäden, hier hole ich mir eine Überweisung für ein MRT. Ob da immer noch ein Knochenödem ist, sieht man ausschließlich durch die MRT Untersuchung. Ahnen oder erfühlen kann man es nicht. Den MRT Termin habe ich auch schon vereinbart und heute ist mein Termin bei Sorteira. Der Zeugwart sagte, dass ich nicht rein auf die bildgebende Diagnostik bauen soll, sondern direkt zum Experten gehe. Heilpraktiker, Osteopathen und Physiotherapeuten sind oftmals mit ihren Händen regelrechte Seher und Fühler. Sie ertasten die problematischen Strukturen und lösen Themen -fast- nebenbei.

Sorteira hat magische Hände. Das sagen alle, die bisher von ihr behandelt wurden. Auch der Zeugwart. Magische Händen können auch ganz schöne Schmerzen zufügen, dieser Realität blicke ich heute mehr als einmal ins Auge. Meine Geschichte erzähle ich, bin aber nicht ganz so gut vorbereitet, denn Bilder vom MRT oder einen Untersuchungsbericht habe ich nicht dabei. Irgendwie war das so weit weg, dass mir das voll durchgerutscht ist. Es ist aber egal, denn ihre Hände erfühlen mein Problem relativ schnell. Es gibt keinen Zweifel, dass sie die Thematik gefunden hat, zumindest leide ich schrecklich.

Aber, am Ende der Behandlung, ist das Druckgefühl weg. Magische Hände, sag ich ja. Ich kann nicht rumspringen, wie ein junges Reh, weil ich eh alt bin und es mittlerweile total dunkel ist, so dass die Rehe eh nicht mehr wirklich springen, aber mein Knie fühlt sich besser an. Und das ist schließlich alles, was zählt. Ich bekomme noch die Zukunft vorhergesagt, damit ich nicht überrascht bin, wie sich das Knie in den nächsten Stunden und Tagen verhält und dann sind wir fertig. Mein Knie ist viel beweglicher, als vorher, das merke ich schon auf der Treppe und im Auto. Ziemlich cool. Jetzt bleibt es spannend, wie es sich in den nächsten Tagen so entwickelt. Der Angriff hat begonnen.

Clauditries

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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