Ab in die Zukunft


Auf meinem Trainingplan steht für heute Athletiktraining, aber da mein Oberschenkel dank der gestrigen Behandlung bei Sorteira noch etwas in Mitleidenschaft gezogen ist, bin ich nicht zuversichtlich, dass das eine gute Idee ist. Erfreulicherweise fällt uns aber sofort eine Alternative ein, denn es wäre ja auch zu einfach einfach auf der Couch zu sitzen. Außerdem ist der Oberschenkel und das Knie ja nicht bewegungsunfreudig, es ist einfach nur beides sehr angestrengt und etwas empfindlich. Die Trainingsalternative wurde in den letzten Tagen in mehreren Kartons geliefert und so machen der Zeugwart und ich uns heute spät nach Feierabend dran, das neue gute Stück aufzubauen.

Ich freue mich richtig, denn auf der Rolle radeln ist für mich bislang nie wirklich spannend gewesen und so richtig viele Filme schaue ich mir jetzt auch nicht an, dass das die Zeit maßgeblich vertreiben würde. Rolle fahren ist manchmal aber tatsächlich die einzige Möglichkeit im Winter überhaupt zu radeln. Am Wochenende schaffen es der Zeugwart und ich eigentlich immer nach draußen und bewegen die Crosser, aber unter der Woche ist das praktisch nicht möglich. Ich gehe bei Dunkelheit aus dem Haus und komme bei Dunkelheit wieder, es ist bitterkalt, womöglich nass oder gar eisig und alleine zur Unfallverhütung bietet es sich nicht an dann noch draußen zu radeln. Und dann kommt eben die Rolle ins Spiel. Manchmal sicherlich auch am Wochenende, trotz Tageslicht, weil sich manches Wetter trotz bester Ausrüstung dann einfach nicht zum Rad fahren eignet. Das muß man auch als Triathlet und Draußenfahrenverfechter einsehen. Vor allem, wenn man mein fahrerrisches Können mit in die berühmte Waagschale wirft. Bei anderen Fahrern kann Die Welt schon wieder ganz anders aussehen.

Wir haben nun einen großen Schritt in Richtung Zukunft unternommen und sind beim Rollentrainer auf ein smartes Modell umgestiegen, das zusätzlich mit Direktantrieb läuft. Wir bauen also das Hinterrad aus und treiben den Rollentrainer direkt über die Kette auf einem Zahnkranz, der auf dem Geräte montiert ist, an. Kette putzen empfiehlt sich vorher übrigens, dann saut man den super sauberen Zahnkranz auch nicht gleich ein. Kette putzen ist ja nicht meine Lieblingsdisziplin. Wir montieren mein Rad heute also erst mal eher dreckig. Putzen ist dann meine Wochenenddisziplin, da habe ich nämlich einen Ruhetag. Und der heißt ja nicht, dass Wartung und Pflege da nicht abgewickelt werden kann, sondern nur, dass ich nicht trainieren soll.

Der neue Rollentrainer ist spektakulär. Tatsächlich simuliert das smarte Gerät geradezu perfekt, dass ich einen Berg hochfahre und ist unheimlich leise. Kein Vergleich zu unserem Vorgänger, einem alt hergebrachten Modell mit eingebautem Hinterrad, das auf einer Rolle fährt. Wie es der Name Rollentrainer eben auch besagt. Damals war das eben so. Das klingt so, als hätten wir die alte Rolle seit 100 Jahren. Aber tatsächlich fühlt es sich auch irgendwie so an, weil die Technik so schnell voran schreitet. Verrückte Welt.

Komplett durchgeschwitzt steige ich nach rund 45 Minuten von dem neuen Trainer runter. Das Gefühl ist wirklich beeindruckend, eine Strecke tatsächlich abzufahren, die jemand als Video aufgenommen hat, gefällt mir total gut. Jetzt kann man auch noch Mitglied bei zahlreichen Portalen werden und dort gegen oder mit anderen Radlern fahren um das Fahren drinnen noch etwas abwechslungsreicher zu gestalten. Ich bin gespannt, wie wir uns hier weiter entwickeln.

Athletiktraining mache ich heute übrigens dann tatsächlich nicht.

Clauditries

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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