Virtuell oder Real?


Die Woche schafft mich irgendwie. Ich habe einen neuen Kollegen, der eine ordentliche Einarbeitung verdient und zusätzlich stehen jede Menge Jahresabschlußaufgaben an. Natürlich, ist ja auch Dezember. Also alles keine Überraschung. Der Zeugwart hat mir gestern noch mein Rädchen auf den neuen Rollentrainer gestellt und wir sind zu später Stunde noch genau durchgegangen, wie mein heutiges Training sinnvollerweise ablaufen soll. Wenn man mit der Zeit mitgehen möchte, dann muß man sich eben auch genau mit der Technik befassen.

Auf dem Mobiltelefon ist die entsprechende App schon installiert und auch das iPad ist bestens gerüstet. Nachdem der Zeugwart sich bereits etwas mehr mit der smarten Welt des Radfahrens beschäftigt hat, lege ich nun, ein paar Tage später nach. Für mich war bei der Beobachtung des Zeugwarts in der virtuellen Welt von Zwift zum Beispiel schnell klar, dass ich virtuelle Welten nicht so toll finde. So schön der gegenseitige Wettkampf auch sein mag, ich bin nicht so der Comicliebhaber und die Tower Bridge ist mir in der realen Welt einfach viel lieber.

Erfreulicherweise wäre der Zeugwart nicht er selbst, wenn er nicht noch zahlreiche Alternativen zur virtuellen Welt von Zwift gesucht und gefunden hätte. Und so bietet er mir für meine morgendliche erste Testausfahrt mit dem smarten Gerät die Möglichkeit beim Anbieter FulGaz , bei dem ich nicht durch eine gemalte Welt fahre, sondern durch einen Film, den ein Radler real aufgenommen hat, während er die Strecke selbst abgefahren ist.

Als ich heute früh um kurz vor 5h zum Rollentrainer tapse und alle Geräte miteinander koppel, stecke ich mir auch gleich meine Kopfhörer in die Ohren. Um diese Uhrzeit muß ich die Nachbarn nicht mit meiner musikalischen Sportuntermalung beglücken und immerhin schläft der Zeugwart auch noch. Auf dem iPad, bei FulGaz in der App, suche ich mir eine morgentaugliche Strecke und lege dann auch gleich los. Die Geräte sind innerhalb von Sekundenbruchteilen verbunden. Für mich ist das ganz schön verrückt, wie ich hier so mitten durch Chicago fahre. Es ist wirklich total real, so real, dass ich fast den Spaziergängern ausweichen möchte, die am Rand entlang laufen. Aber erfreulicherweise macht das der Radler, der tatsächlich in Chicago fährt für mich.

Die Fahrt heute früh ist extrem kurzweilig und auch als neuinteressierter Datensammler komme ich auf meine Kosten, weil das Gerät sogar Wattwerte meldet. Als ich absteige, freue ich mich irgendwie schon auf die nächsten Streckenoptionen, die ich hier auswählen kann. Während meiner kostenfreien Testphase, die hier, wie bei vielen anderen Anbietern auch, über eine bestimmte Anzahl an Tagen geht, habe ich tatsächlich schon prima Strecken bzw. Touren gefunden, die ich gerne abfahren würde. Und tatsächlich ist das ja genau, was ich beim Rollentraining gesucht habe.

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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