Zu warm für Silvester


Der letzte Tag im Jahr. Wahnsinn, wie schnell so was immer kommt, auch wenn eigentlich seit Wochen klar ist, dass es bald so weit ist. Tja, und heute ist also der letzte Tag im Jahr 2018. Wie war das Jahr denn so? Sportlich war es nicht unbedingt… aber ereignisreich. Manche Themen haben an Bedeutung gewonnen, manche wurden in den Hintergrund gedrängt, Menschen sind wichtig geblieben, geworden oder haben sich aus meinem Herzen zurückgezogen. Mit fortschreitendem Alter erlebt man die Dinge oft anders. So ist das auch beim heutigen Training.

Mit dem Dezemberwetter von diesem Jahr bleibt eigentlich jede Silvesterdiskussion stecken, denn bei 8°C über Null gab es ja schon kein richtiges Weihnachtswetter und auch für den Jahreswechsel ist es wirklich deutlich zu warm. Zum Crosserfahren, was die Chefin für heute als Jahresabschluss auf den Trainingsplan geschrieben hat, ist es regelrecht angenehm warm. Ich trage fast schon aus Gewohnheit ein Unterhemd, ziehe ein Winteroberteil drüber und dann noch eine Jacke. Wahrscheinlich würde eine Weste reichen? Aber es nieselt. Vielleicht eine Weste und eine Regenjacke?

Schlußendlich ziehe ich mich an und mache es quasi wie das Dezemberwetter, zu warm. Das liegt einfach daran, dass mir lieber zu warm ist, als zu kalt. Natürlich. Und dass es für mich schwierig ist, genau die perfekte Schichtung auszuwählen. Hosentechnisch bin ich sogar etwas zu kühl gekleidet, wohingegen Oben rum tatsächlich eine Schicht zu viel angelegt ist. Aber jetzt sind wir schon mal auf dem Weg, passt also, wie es ist. Wir machen heute eine querfeldein Anfahrt zum Main und entdecken auf die letzten Stunden im alten Jahr noch ein paar neue Wege. Also zumindest für mich neu. Der Zeugwart weiß wahrscheinlich sehr genau, wo wir so lang fahren.

Am Main angekommen fahren wir einträchtig nebeneinander her. Es ist etwas windig, was die Kleiderschichten wieder passend erscheinen läßt, und wir begegnen praktisch keinem. Die Mittagszeit an Silvester ist keine populäre Zeit um draußen zu sein, so viel ist sicher. Die Menschen schlafen entweder vor, essen etwas zu mittag oder treffen letzte Partyvorbereitungen, damit für den Jahreswechsel dann auch alles passt. Da der Zeugwart und ich heute Abend bei den Schwimmern eingeladen sind und einen beeindruckenden Blick über Frankfurt genießen dürfen, sind wir vorbereitungsfrei. Heute früh habe ich noch ein Toscanabrot gebacken… und das kühlt nun eben in aller Ruhe aus.

Während wir das alte Jahr sportlich zu Ende bringen. Wir rollen gegen den Wind, schauen uns ein paar Bauplätze an, die in den letzten Jahren mit Häusern gefüllt wurden und die wir immer mal wieder betrachten um die Veränderungen anzusehen. Erstaunlich, wie lange manche Menschen auf und in Baustellen leben, wohingegen andere tatsächlich innerhalb von nur wenigen Wochen alles, aber wirklich absolut alles fertig eingerichtet und ausgebaut haben. So unterschiedlich kann das Leben eben sein. Wir  sind überrascht, wohin manche Wege uns führen und kommen dann ziemlich durchgeschwitzt mit eingedreckten Rädern wieder daheim an.

Das alte Jahr haben wir gebührend sportlich mit ein paar letzten Kilometern auf den Crossern verabschiedet. Jetzt bleibt eine warme Dusche um 2019 dann mit den Vereinskollegen zu begrüßen und vielleicht sogar ein paar gute Vorsätze mit zu nehmen. Packen wir es an.

Clauditries

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Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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Über Clauditries

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