Die Welle


Prost Neujahr! Trotz allgemeiner Morgenmüdigkeit und der allseits üblichen schlaftrunkenen Stille, wünscht sich die Hand voll Adlerathleten heute früh zu fast nachtschlafender Uhrzeit ein gutes Neues, ehe wir uns in das kühle Nass der Traglufthalle begeben. Tatsächlich hat hier noch keiner mit uns gerechnet, denn die Halle ist noch gar nicht aufgeschlossen. Verrückte Technik, aber wirkungsvoll. Als die Halle geöffnet ist, fühlt es sich fast so an, wie im letzten Jahr.

Wir schwimmen uns 300m ein und ich nutze die Gelegenheit tatsächlich viel Rückenschwimmen einzubauen, weil ich nunmal eigentlich nur hier die Gelegenheit dazu habe. Kraulen werden wir heute sicherlich noch genug, also gibt’s beim Einschwimmen nur wenige Kraularmzüge und dafür viel Rücken- und Brustschwimmen. Ich komme mir ganz verrückt vor und irgendwie ist es wohl tatsächlich etwas durchgedreht.

Die Aufgabe heute hört sich ebenfalls etwas verrückt an. Wir schwimmen 600m Blöcke. 600m ist eine ordentliche Entfernung! Ich brauche für 600m ganz schön lange, muß mich entsprechend konzentrieren, nicht dass ich zu viel oder zu wenig, was wesentlich wahrscheinlicher ist, schwimme und zusätzlich versuche ich mich etwas abzulenken und meinen Gedanken nachzuschweifen. Nach dem jeweiligen 600m Block folgt etwas Abwechslung und wir schwimmen 300m mit jeweils 25m Sprint und 25m locker. Und dann geht’s gleich mit dem nächsten 600m Block weiter.

Hier erfolgt eine Abwandlung, weil wir nun mit Paddels und PullBuoy schwimmen und auch die Sprints so absolvieren. Gerade das Schwimmen mit Paddels und PullBuoy beschleunigt mich ungemein und ist viel kurzweiliger, weil ich mich auf die richtige Haltung der Hände konzentrieren kann. Außerdem habe ich schon über alles nachgedacht, was ich zum nachdenken mitgebracht hatte, als ich die ersten 600m am Stück geschwommen bin.

Meinen für heute letzten 600m Block schwimme ich mit Flossen. Ich kann mit Flossen richtig flott unterwegs sein, oder sie einfach zur leichten Korrektur der Haltung nutzen, wie es der SchwimmGuru mir gezeigt hat. Dann mache ich nur wenig Beinschlag, habe aber super Auftrieb für meine Beine, weil die Flossen natürlich viel größer sind, als meine kleine Füße. Sprints mit Flossen dagegen sind so flott, dass ich so richtig Geschwindigkeit aufbaue. Die Welle, in der es sich besonders leicht atmen lässt, ist bei mir mit Flossen und Geschwindigkeit wirklich besonders groß.

Kein Wunder, dass die Profischwimmen so toll viel Luft zur Verfügung haben, bei der Welle. Und selbst mit Flossen bin ich wahrscheinlich nicht so schnell und die Welle nicht so groß, wie bei den Profis. Ich bin wirklich geschafft, als ich aus dem Wasser steige und glaube das heutige Training wird mir ordentlich  Muskelkater bescheren. Also war das heute ja ein guter Start in das Schwimmjahr.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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