Blasensurfer


Den gestrigen Ruhetag habe ich sehr genossen. Eigentlich fühle ich mich auch so, als wäre ein weiterer Ruhetag durchaus angebracht, aber beim Blick auf den Trainingsplan ist schnell klar, dass die Chefin das anders sieht. Wahrscheinlich weiß sie es auch tatsächlich besser und ich bin gar nicht wirklich müde? Auf der Arbeit ist zum Jahresabschluss und dank der unvorstellbaren Kreativität meiner Kollegen in aller Herren Länder, extrem viel los. Ich gehe früh ins Büro und komme spät heim und tatsächlich denke ich auch auf der Fahrt zur Arbeit und noch lange nach dem späten Feierabend über die Arbeit nach.

Aber heute gehe ich zum schwimmen. Ich weiß dass die ganze Woche zeitlich extrem eng werden wird mit der freien Zeit, aber das Schwimmen beim Adler macht mir Spaß und so versuche ich auf jeden Fall den Dienstag durchzuziehen. Der Adler gibt heute natürlich mal wieder alles und hat bereits ehe ich überhaupt ins Wasser hüpfe hat er ganz sicher schon den kompletten Plan im Kopf. Nach den 300 m einschwimmen teilt er den nämlich auch gleich ganz unverblümt mit.

Ich glaube, ich habe mich verhört, aber da alle anfangen zu schwimmen, scheint das Programm ja doch klar zu sein. Wir schwimmen 4 mal 100m in GA1, also ganz entspannt, mit einer Abgangszeit von 2 Minuten und dann noch mal 100m hinten drauf mit einer Abgangszeit von 2:30 Minuten. Wir schwimmen im Kreis, weil wir heute mehr Leute auf einer Bahn sind und ich versuche mich schlau einzusortieren. Heute schwimmt ein Blasenmacher mit, hinter dem es deutlich leichter zu schwimmen ist, als ohne.

Wasserschatten ist halt einfach eine tolle Sache. Wir schwimmen so alle schön in Reih und Glied, jede prüft seine eigene Abgangszeit, außer mir, weil ich einfach immer hinter dem Blasenmacher bleibe. Schwimmt er los, schwimme ich mit. Hängt er am Beckenrand, mache ich auch Pause. Und am Schluß bestätigt er tatsächlich auch noch mal, dass wir die 2 Minuten Abgangszeit perfekt eingehalten haben. So einen Vorschwimmer lobe ich mir! Er macht auch beim nächsten Block den Leitwolf und auch diesmal schwimme als Blasensurfer hinterher. Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Abgangszeit auch ohne ihn so schwimmen könnte.

Logischerweise nur, mit mehr Anstrengung. Klar. Aber würde ich mich anstrengen um ähnlich zeitig am Beckenrand anzukommen, damit ich nach 2 Minuten wieder los schwimmen kann? Ich glaube nicht. Deshalb bin ich tatsächlich ziemlich froh, dass der Blasenmacher heute am Start ist. Ich steige trotzdem Blasen surfen ziemlich ausgepowert aus dem Becken und leide heute tatsächlich auch den ganzen Tag schrecklich. Nicht nur, weil die Buchhaltungskreativität heute mal wieder besondere Höhen erreicht, sondern auch, weil diese Abgangsblöcke wirklich heftig anstrengend waren.

Clauditries

Unter dem Alias Clauditries schreibe ich meinen Blog Claudi gives it a TRI seit Mai 2011 als Triathlon - Trainingstagebuch mit all den Geschichten, die abseits vom Zahlenwerk der absolvierten Kilometer und des Durchschnittspulses zu finden sind.

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